196 Kvicala, Euripideische Studien.
nur dem Ausdrucke nach nicht ganz passend, der Sache nach aber
ganz richtig ist.
Liest man Xuirsi rot, so entfällt natürlich auch Hermann’s Bedenken
gegen die folgenden Worte öt' ovy. ä.fpu>v tnv (Hermann
schreibt iv di AuneZaSc/.i [xövovö r’ ody. äwpojv cov), weil diese
Worte dann nicht mehr so ausgesprochen werden „ut videatur de
tilio Agamemnonis Oreste loqui“. Diese Worte haben eine allgemeine
Geltung, welche freilich auf den vorliegenden Fall Anwendung erleidet;
Iphigeneia muss glauben, dass der Fremdling diese Worte
mit Bezug auf sich selbst als eine aus seiner eigenen Erfahrung abstrahierte
Sentenz ausspricht. Energisch kommt diese Anwendung auf
den vorliegenden speciellen Fall zum Durchbruche hei den letzten
Worten cbg oAtoiU rotutv sidöaiv „wie ein solcher (näml. ody. äypoiv
wv) in meiner Person jetzt zu Grunde geht“.
Oöz äfpetiv cov ist nicht mittelst der Annahme einer Ellipse von
zig zu erklären, sondern es ist anzuerkennen, dassParticipia auch ohne
den Artikel in substantivischer Geltung gebraucht werden konnten,
gerade so wie Adjectiva. Vgl. darüber Ztschft. f. d. öst. Gymn.
1866, S. 111.