Euripideische Studien.
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nicht ganz gelungen ist, erhebt Küchly folgende unbegründete Einwendungen:
„Sed ut de im'probabili versus modulatione taceam, ferri
non posse hic quidem (!) partieulam tot vel ex ipsa Sehoenii interpretatione
apparet“.
Was den ersten, den rhythmischen, Grund anbelangt, so beruht
derselbe auf dem bekannten Porson’ sehen und Elmsley’schen, den
fünften Fuss des iambischen Trimeters betreffenden Kanon. Hermann
erkennt die Porson’sche Regel als eine im Principe berechtigte an,
statuiert aber viele Ausnahmen (Eiern, doetr. metr. p. 113 ff. und an
vielen Stellen seines sophokleischen Commentars); namentlich soll nach
seiner Ansicht bei vorausgehender Interpunction eine Abweichung von
jener Regel zulässig sein. Ich für meinen Theil gestehe, dass ich
dieser Regel, der zu liebe Elmsley eine Menge von Stellen ändern zu
müssen glaubte, gar keinen Einfluss auf die Texteskritik gestatten
möchte. Gesetzt aber auch, dass die Porson’sche Regel einen rhythmischen
Grund hat, so wäre dennoch auch von diesem Standpunkte
aus Schöne’s Conjectur rhythmisch tadellos, weil das enklitische
rot mit IvtcsT in der Aussprache auf das engste verschmilzt *), weil
somit faktisch dieser Vers sich nicht von jenen zahllosen Versen
unterscheidet, in welchen dem letzten Fusse ein aus drei Längen
bestehendes Wort vorausgellt.
Das sprachliche Redenken Köchly’s ist so nichtig, dass man im
Gegentheil behaupten muss, rot sei hier sehr angemessen und für
diesen Context wie geschaffen. Der Zusammenhang ist folgender:
„Grosse Verwirrung herrscht in göttlichen und menschlichen Dingen.
Dies ist eine so gewöhnliche Erscheinung, dass man darüber nicht
den Gleichmuth zu verlieren braucht; eines aber schmerzt wahrlich
(oder: eines aber schmerzt, sag’ ich dir), wenn diese Verwirrung
die Folge hat, dass“ u. s. w. Daraus sieht man, wie passend
hier rot steht und wie passend es unmittelbar an Ivnsi sich anlehnt.
Gegenüber der Gleichgiltigkeit, mit der man sonst den so gewöhnlichen
ra.pa.yp.0g ansieht, wird durch rot der Gedanke in lebhafter
Weise geltend gemacht, dass doch in einem Falle dieser rapayp.og
schmerzlich empfunden wird. Vgl. Bäumlein, Part. S. 237 ff., wo sich
unter den angeführten Beispielen eine bedeutende Anzahl von passenden
Parallelstellen findet. Ich wiederhole, dass Schöne’s Erklärung
4 ) Vgl. z. B, loa 045 a 'V ivSad’ efyov i'/aä’ axouaöv y.ov, jedrsp.
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