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eine Vermehrung desselben betrachte *); er will vielmehr sagen: „Du
hast daran, dass du mich in deine Hand bekommen hast und opfern
wirst, noch nicht genug und willst noch die Zugabe haben, dass du
deine Neugier befriedigen könntest“. Es lässt sich somit dieser Ausspruch
mit V. 492 (siehe oben die Erkl. desselben) vergleichen.
Hermann’s Auffassung (consentit potius Orestes, non tanti illud esse
dicens, ut in multo maioribus suis malis detrectandum videatur) ist
nicht zulässig. Nach dem Wortlaute von Hermann’s Bemerkung
würde Orestes das Antworten wenn auch als ein geringeres „malum“,
so doch als ein „malum“ bezeichnen. Ist dies zulässig? Kann wirklich
sein Unglück für ihn ein Grund sein, sich dem Wunsche der Iphigeneia
zu fügen? Das Unglück machte ihn doch ohne Zweifel unfreundlieh
und bitter und zum Antworten weniger aufgelegt. Und
warum hat er denn, wenn Hermann’s Erklärung richtig ist, nicht
schon früher wenigstens auf die V. 493 ausgesprochene Frage (von
487 müssen wir freilich absehen) gleich mit derselben Resignation,
die Hermann im V. 502 findet, geantwortet, ohne sich nochmals
bitten zu lassen? Diese Fragen und Bedenken drängen sich gegen
Hermann’s Erklärung auf. Dies scheint auch Schöne gefühlt zu
haben, und darum fügt er zu der Erklärung, die er nach Hermann
gibt, hinzu: „Doch deutet er zugleich an, dass er sich einmal in dem
Falle befinde, für Alles Resignation zu üben“. Aber zu dieser Annahme
ist man ja durch nichts berechtigt. Auch ist nicht zu übersehen,
dass Hermann’s Erklärung, wie dieser Kritiker selbst gefühlt
hat, die Conjectur &g £v xapipyut erfordert oder wenigstens als
sehr wünschenswerth erscheinen lässt.
Diese V. 502 enthaltene Äusserung des Orestes ist nun zwar
gerade keine Abweisung 2), aber auch durchaus keine ausdrückliche
Zustimmung, lphigeneia will nun den Orestes darüber aufklären, dass
jene bittere Zumuthung unberechtigt war; seinem Hohne setzt sie
als Motiv ihrer Frage die Äusserung xai p.vjv n'jSrv.'jog 7’ r,\Ssc
') Ich nehme jetzt die Worte: „Aber nachdem Orestes — erhalten“ (Beitr.
S. 42) zurück.
2 ) Beitr. S. 43 habe ich gesagt: „Werden die Worte iv zapip^pi xrX. als
Ironie genommen, so sind sie zugleich auch als abschlägige Antwort zu
betrachten“. Diese zu starke und nicht ganz sachgemässe Äusserung bedarf
der oben gegebenen Modiflcation.