Euripideische Studien.
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dasSubject von dg piaov f/xsi sein kann. Niemals hat man von dem
erlangenden Subjecte dg jxiaov fjx£iv, iv pdoop dvai oder etwas ähnliches
gesagt, sondern immer von dem Gegenstände, der in eine Lage
kommt, in welcher er einem Subjecte zu freier Verfügung sich darbietet.
Sodann ist zu erinnern, das Euripides wohl gegenüber den
Worten to?£ o’ dg piaov f/xst den Misserfolg im ersten Gliede
deutlich und direct bezeichnete, nicht aber indirect.
Ich vermuthe äxvpog für äxoupog. "Axvpov ist dasjenige, was
äv£u xvpovg sori ; xvpog aber bedeutet unter anderem auch die
Bestätigung, die etwas findet, die entscheidende Erfüllung, den günstigen
Erfolg. Demnach bedeutet yvcöpa o olg ju.iv äxvpog olßov „der
Sinn der Einen entbehrt der Erfüllung in Bezug auf den Reichthum;
der Sinn der Einen strebt ohne Erfolg nach Reichthum“. Als Analogie
für äxvpog führe ich sowohl hinsichtlich der Bedeutung als auch der
Construction ar£Xtis an. Ti/to? stimmt ja in der Entwicklung seiner
Bedeutungen in bemerkenswerther Weise mit xvpog überein, ebenso
ärsXrig mit äxvpog, so dass beide Wörter zuweilen als Synonyma
verbunden werden, wie Andok. 4, 9 ärdkrig xai äxvpog Güaca. Plat.
Legg. 12, 954 E ctrelrjg x«i äxvpog dixvj. ’Ardr)g hat nun auch die
Bedeutung „ohne Erfolg etwas unternehmend oder anstrebend“; dieselbe
Bedeutung nehme ich hier für äx’Jpog an. 'Azelr/g findet sich
ferner auch mit dem Genetiv verbunden, so Plat. Phaidr. 248 B
ärs/lsr? zfig tüii ovzog Siccg, wo allerdings zugleich eine Hindeutung
auf die Einweihung in die Mysterien enthalten ist. Dion. Hai. A. R.
8, 57 zov epyov.
Übrigens findet sich ja auch bei äxvpog nicht selten der Genetiv,
freilich wenn äxvpog die Bedeutung „keine Gewalt über etwas
besitzend“ bat; aber diese Bedeutung ist von der an unserer Stelle
angenommenen nicht wesentlich verschieden, sondern hängt mit
ihr zusammen. Ich hebe noch hervor, dass äxvpog sehr genau mit
irritus übereinstimmt, wie xvpiog mit ratus; und auch bei irritu
s finden wir die Bedeutung „ohne Erfolg etwas unternehmend“ und
die Construction mit dem Genetiv; vgl. Tac. Hist. 4, 32 irritus
legationis. Nach Analogie dieser Ausdrucksweise könnten wir
unsere Stelle entsprechend wiedergeben: aliis spes irrita est opum.
Die Personification yvojp.a äxvpog oAßov (wofür der prosaische Ausdruck
etwa oi piv äxvpoi dm zov nkovzov, Sv yiIki^ov wäre) ist in
allen Sprachen so häufig, dass darüber kein Wort gesagt zu werden