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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

Euripideische  Studien.

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dasSubject  von  dg  piaov  f/xsi  sein  kann.  Niemals  hat  man  von  dem
erlangenden  Subjecte  dg  jxiaov  fjx£iv,  iv  pdoop  dvai  oder  etwas  ähnliches ­
  gesagt,  sondern  immer  von  dem  Gegenstände,  der  in  eine  Lage
kommt,  in  welcher  er  einem  Subjecte  zu  freier  Verfügung  sich  darbietet. ­
  Sodann  ist  zu  erinnern,  das  Euripides  wohl  gegenüber  den
Worten  to?£  o’  dg  piaov  f/xst  den  Misserfolg  im  ersten  Gliede
deutlich  und  direct  bezeichnete,  nicht  aber  indirect.
Ich  vermuthe  äxvpog  für  äxoupog.  "Axvpov  ist  dasjenige,  was
äv£u  xvpovg  sori  ;  xvpog  aber  bedeutet  unter  anderem  auch  die
Bestätigung,  die  etwas  findet,  die  entscheidende  Erfüllung,  den  günstigen ­
  Erfolg.  Demnach  bedeutet  yvcöpa  o  olg  ju.iv  äxvpog  olßov  „der
Sinn  der  Einen  entbehrt  der  Erfüllung  in  Bezug  auf  den  Reichthum;
der  Sinn  der  Einen  strebt  ohne  Erfolg  nach  Reichthum“.  Als  Analogie
für  äxvpog  führe  ich  sowohl  hinsichtlich  der  Bedeutung  als  auch  der
Construction  ar£Xtis  an.  Ti/to?  stimmt  ja  in  der  Entwicklung  seiner
Bedeutungen  in  bemerkenswerther  Weise  mit  xvpog  überein,  ebenso
ärsXrig  mit  äxvpog,  so  dass  beide  Wörter  zuweilen  als  Synonyma
verbunden  werden,  wie  Andok.  4,  9  ärdkrig  xai  äxvpog  Güaca.  Plat.
Legg.  12,  954  E  ctrelrjg  x«i  äxvpog  dixvj.  ’Ardr)g  hat  nun  auch  die
Bedeutung  „ohne  Erfolg  etwas  unternehmend  oder  anstrebend“;  dieselbe ­
  Bedeutung  nehme  ich  hier  für  äx’Jpog  an.  'Azelr/g  findet  sich
ferner  auch  mit  dem  Genetiv  verbunden,  so  Plat.  Phaidr.  248  B
ärs/lsr?  zfig  tüii  ovzog  Siccg,  wo  allerdings  zugleich  eine  Hindeutung
auf  die  Einweihung  in  die  Mysterien  enthalten  ist.  Dion.  Hai.  A.  R.
8,  57  zov  epyov.
Übrigens  findet  sich  ja  auch  bei  äxvpog  nicht  selten  der  Genetiv, ­
  freilich  wenn  äxvpog  die  Bedeutung  „keine  Gewalt  über  etwas
besitzend“  bat;  aber  diese  Bedeutung  ist  von  der  an  unserer  Stelle
angenommenen  nicht  wesentlich  verschieden,  sondern  hängt  mit
ihr  zusammen.  Ich  hebe  noch  hervor,  dass  äxvpog  sehr  genau  mit
irritus  übereinstimmt,  wie  xvpiog  mit  ratus;  und  auch  bei  irritu
  s  finden  wir  die  Bedeutung  „ohne  Erfolg  etwas  unternehmend“  und
die  Construction  mit  dem  Genetiv;  vgl.  Tac.  Hist.  4,  32  irritus
legationis.  Nach  Analogie  dieser  Ausdrucksweise  könnten  wir
unsere  Stelle  entsprechend  wiedergeben:  aliis  spes  irrita  est  opum.
Die  Personification  yvojp.a  äxvpog  oAßov  (wofür  der  prosaische  Ausdruck ­
  etwa  oi  piv  äxvpoi  dm  zov  nkovzov,  Sv  yiIki^ov  wäre)  ist  in
allen  Sprachen  so  häufig,  dass  darüber  kein  Wort  gesagt  zu  werden
            
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