Euripidei.sehe Studien.
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überhaupt die Zahl der Fülle, in denen sich die Futurform von fpovrt^scv
findet, sehr gering ist, so macht sich die Unsicherheit und Bedeutungslosigkeit
jenes Arguments fühlbar. Jene Kritiker, welche
apovrioOixsSa an unserer Stelle verwerfen, müssten z. B. auch vacuozoAriaszca
(Kur. Tr. 1042) verwerfen, weil Euripides sonst (d. h.
an zwei anderen Stellen) die active Form gebraucht und die mediale
Futurform auch hei keinem anderen Schriftsteller sich findet.
Das zweite Bedenken beruht offenbar auf mangelhaftem Verständnis
der Cönstruction. Es ist nicht sozai zu ergänzen 1 ), sondern
die Worte sind = di fpGvzioiip.zSc(, cfa (nüml. iozi') -ä ivSdde.
Der Ausdruck rä iv.'dddz ist an und für sich, wie viele ähnliche, mehrdeutig;
die Bedeutung desselben muss an jeder einzelnen Stelle aus
dem Contexte erhellen. Ta ivSddz „das hiesige“ kann bedeuten „was
hier sich befindet“ oder „was hier vorgeht“ oder auch „was hier
geschehen soll“. Dass hier natürlich die letzte Bedeutung anzunehmen
ist, erhellt aus der Verbindung mit fpov~its.iv und aus dem ganzen
Contexte. Iphigeneia's Worte „wie das hiesige beschaffen ist,
darum werden wir uns kümmern“ besagen also eben so viel als „was
hier geschehen soll, darum werden wir uns kümmern“.
Um diese Erklärung von ra ivS-ddz mit Beispielen zu stützen,
erinnere ich zuerst daran, dass rö oder ra in Verbindung mit einem
possessiven Genetiv oder einem possessiven Pronomen ebenfalls verschiedene
Bedeutungen haben kann, die durch den Context bestimmt
werden (vgl. Krüger §. 47, S J. 9 ff., §. 43, 4 A. 26), unter anderem
wird dadurch auch dasjenige bezeichnet, was einer zu thun
verpflichtet ist. Dasselbe gilt auch von der Verbindung des rö oder
zd mit Adverbien oder adverbialartigen Ausdrücken. Vgl. Soph. El.
1464 xai 6v, rtlsXzM zdrd Eur. I.A. 739 fA$wv di zdiLw Kpäoos,
zdv d6tj.oi$ d’ iyoi. Soph. El. 1307 äXÄ’ oloäa. aiv zdvSivde — was
nun zu thun ist (anders 0. R. 1267 dscvd d' riv rdvSivd' öpäv = was
nun folgte). El. 1436zd.vSdd’’ dv ptiXoir’ ip.oi.
*) Diese unrichtige Auffassung rührt von Seidler her, der aber sonst den
Sinn der ganzen Stelle richtig erkannt hat. „Dicit, opinor, hoc: rä Si
ivöxSz, ofa tc-ctt (sive ut Brodaeus, ofa sfvai , A,u.ei; jjpryvrtoupsÄa,
qualia vero ea erunt, quae hic in templo facienda sunt (i. e. quomodo
vero ipsum sacrificiuin institui oporteat), mihi curae erit.“