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doch Recht behielt? ‘) Wie kann der Hirt gegenüber dieser Thatsaclie
jeneu Tadel aussprechen? Die Lösung dieser scheinbaren Unzukömmlichkeit
ist leicht. Der Mann war von früher her als pdraiog,
dvopiq SpocaGg bekannt, und es wird hier eben diese constante
Eigenschaft, die an und für sich nach dem Urtheil des Hirten (der zu
den Ssoasßdg gehört) tadelnswerth ist, mit Tadel hervorgehoben.
Zufällig traf er diesmal das richtige; es war im vorliegenden Falle
die dvopia gut angebracht; aber er würde sie auch im entgegengesetzten
Falle, wenn wirklich Götter erschienen wären, bekundet
haben.
Bezüglich der Bedeutung von dvopia an unserer Stelle vgl. Here,
für. 749 ff. rig 6 Ssovg dvop.ia ypaivojv Svvrög tnv äypova. \oyov
oöpavtwv [xay.dpuv xarißak'. cü? dp' ov aSivovaiv SeoI; Auch hier
bezeichnet ävop.ia nicht sowohl Gesetzlosigkeit als vielmehr den Unglauben,
der im Gegensätze zu dem herrschenden Glauben steht.
Bakcli. 986 röv äSiov, avopov, ddixov ’Eyiovog roxov ~).
V. 288 ff.
ö di yspi ondaag
p.oay_oug opoüaag dg [xeoag Xiwv ortoxg
iiaist. aidrjpu) layövag Big nlsvpdg idg.
Köchly: „Indem Orestes sein Schwert den Rindern in die Seiten
zwischen die Rippen hineinstösst (dg nleupdg idg nämlich
ö[tpog wie Or. 1303 (pdayava Trip-Kire), fährt es unten durch die
Weichen wieder heraus, und so Tratst Giortpop Aayövacg“. Dass der
Dichter sich so ungeschickt ausgedrückt haben sollte, ist unglaublich.
llcäei Gio-npu) Xayövag muss doch jedermann so verstehen, dass Orestes
in die Weichen einhieb. Wer kann es glaublich linden, dass der
Dichter den Zuhörern zumuthete, sie sollten aus dem nachträglichen
Zusatze dg tt/Uupag idg entnehmen, dass sie Tratet layovag
nicht so verstehen durften, wie es sicher jeder verstehen zu müssen
i) Köchly: „ävofzta schien in dieser Verbindung anstössig. Denn der gesetzlos
(?) Freche behält ja doch Recht!
-) Vgl. übrigens hinsichtlich dieser Bedeutung auch voj«£etv, welches so oft
von dem herkömmlichen, allgemein verbreiteten Glauben gebraucht wird.