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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

Euripideische  Studie«.

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Zufall  dabei  im  Spiele  ist.  Ebenso  haben  die  Griechen  bekanntlich
eine  grosse  Anzahl  anderer  Participia  in  modalem  Sinne  gebraucht,
wie  syu>v,  dviiacxg,  (II.  t  540  og  z«x«  7röAA’  spoimsv  £.&cov  =
accTÄ  rö  sSog).  Es  konnte  somit  auch  nüg  rvypvrsg  eiAete  (avzovg)
in  dem  Sinne  „wie  traf  es  sich,  dass  ihr  sie  fienget?“  gesagt  werden.
2.  Man  kann  aber  auch  rvyy^dveiv  —  und  diese  Erklärung  halte
ich  für  die  richtige  —  in  der  Bedeutung  „einen  antreffen,  auf  einen
stossen“  nehmen  und  den  Casus  dazu  ergänzen.  Die  passendste  Analogie ­
  bietet  Soph.  0.  R.  1039  dar,  f/  ydp  izap'  äAAou  p.’  sXaßeg  ovo'
avzög  Tu^tov,  wo  der  Casus  zu  zvyjhv  ebenfalls  ergänzt  werden  muss.
Dieser  Casus  kann  der  Genetiv  oder  auch  der  Accusativ  sein.  Es  wird
ja  auch  xupstv,  das  in  seinem  Gebrauche  so  sehr  mit  zvyy^dvsiv  iihereinstimmt,
  in  der  Bedeutung  „antreffen“  mit  dem  Accusativ  construiert
  und  auch  bei  ruyyjdvziv  finden  wir,  freilich  gewöhnlich  in  der
Bedeutung  „erlangen“,  den  Accusativ.
Eine  zweite  Frage  ist,  ob  im  V.  244  nach  Elmsley’s  Vorschlag
7zov  für  jziLg  zu  lesen  ist.  Köchly  setzte  diese  Änderung  unbedenklich
in  den  Text.  Allerdings  könnte  man  aus  der  Antwort  des  Hirten,  der
zunächst  das  Wo?  nicht  das  Wie?  angiht,  zunächst  auf  den  Einfall
gerathen,  dass  Iphigeneia  auch  nach  dem  Wo?  fragte.  Aber  dies  ist
nur  ein  Scheingrund.  Es  ist  nicht  zu  übersehen,  dass  wir  eine  Stichomythie
  vor  uns  haben.  Wer  mit  den  Stichomythien  vertraut  ist,  weiss,
dass  es,  namentlich  in  den  Stichomythien  des  Euripides,  eine  gar
nicht  seltene  Erscheinung  ist,  dass  die  zunächst  gegebene  Antwort
mit  der  Frage  nicht  vollständig  übereinstimmt.  Es  wird  häufig  eine
zusammenhängende  Antwort,  die  eben  erst  in  ihrem  Zusammenhänge
als  befriedigende  Erwiderung  angesehen  werden  kann,  durch  die
Anwendung  des  stichomythischen  Princips  zerrissen.  So  ist  auch  hier
V.  247  eine  nothwendige  Ergänzung  der  Antwort,  die  der  Hirt  gleich
nach  V.  243  gegeben  haben  würde,  wenn  nicht  eben  durch  die  Stichomythie
  eine  Unterbrechung  bewirkt  worden  wäre.  Die  Antwort
„am  Meeresufer  trafen  wir  auf  sie,  als  wir  die  Rinder  in  die  Schwemme ­
  trieben“  würde  vollständig  befriedigen.  Einige  Beispiele  werden
jeden  Zweifel  beseitigen.  Vgl.  Eur.  Kykl.  111  ff.
OA.  rtg  d’  fids  •/ £ f>p a  aat  zivsg  vociovot  viv;
SE.  Atrvaio?  öy^og  SixsAt'a?  vrzspTxrog.
OA.  rdyri  o£  nov  'an  xal  noleug  nvpyihp.ara;
            
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