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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

Euripideische  Studien.

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nicht  scheut,  sondern  im  Gegentheil  gern  anwendet.  Vgl.  Bakch.
567  xXöst’  ip.äg  xIvst  xvöäg,  wo  Köchly  consequenter  Weise  ,  weil
■/.Ivzt'  i/xäg  an  und  für  sich  sinnlos  ist,  an  eine  Änderung  denken
müsste.  Bakch.  590  oiy.szz  tzeööge  qUezs  zpoixspa  awpi«-«.  Hipp.  58
ekzcS’’  qoovzsg  ekezSe  rav  Acog  ovpavtav  “Aprefiuv.  Ion.  112  f.  äy\
c3  vzrtSalzg  to  y.aXhiazxg  nporzokEvp.a  Sxtpvag.  Kykl.  264  di  yxlhazov
di  Kvy.ldimov  cf.  Soph.  Phil.  799  di  rsxvov  di  yevvaXov.
In  metrischer  Hinsicht  ist  der  Vers  tadellos,  wenn  man  ihn  nicht
als  anapästischen  Vers  auffasst,  sondern  neben  V.  190  und  212  als
dritten  troclniischen  Dimeter  dieser  lyrischen  Partie  gelten  lässt.  Auch
Rossbach  und  Westphal  hatten  eine  ähnliche  Ansicht;  doch  ist  ihre
Annahme,  dass  Sv  iXinov  ijzip.xaziSiov  en  ßpitpog,  in.  Sakog  als  trochäischer
  Tetrameter  aufzufassen  sei,  nicht  recht  wahrscheinlich.
Dass  die  Unterbrechung  des  anapästischen  Rhythmus  durch  den  trochäisehen
  hier  vollkommen  berechtigt  ist,  lässt  sich  nachweisen.  Aus
welchem  Grunde  hat  Euripides  mit  V.  190  und  212  den  anapästischen ­
  Rhythmus  unterbrochen?  Offenbar  deshalb,  um  den  in  diesen
Versen  liegenden  Gedanken  kräftig  als  einen  bedeutsamen  hervorzuheben; ­
  es  enthalten  diese  Verse  sozusagen  eine  concentrirte  Schilderung ­
  des  Unglücks.  Ebenso  verdiente  das  im  V.  225  enthaltene
Moment  kräftig  hervorgehoben  zu  werden.  Gerade  das  war  so
schmerzlich  für  Iphigeneia,  dass  sie  so  frühzeitig  von  ihrem  Bruder
losgerissen  wurde.  Dass  der  Dichter  dies  Moment  nachdrücklich  hervorzuheben ­
  die  Absicht  hatte,  dafür  zeugt  in  sprachlicher  Hinsicht
die  Häufung  synonymer  Ausdrücke  und  die  Wiederholung  von  in.  Ist
es  also  nicht  wahrscheinlich,  dass  der  Dichter  auch  durch  den  Rhythmus ­
  die  nachdrückliche  Hervorhebung  dieses  Moments  unterstützte?
Derselbe  Gedanke  wird  von  der  Iphigeneia  nochmals  V.  822  f.  in
kräftigem  dochmischen  Rhythmus  liervorgehoben.  Vgl.  auch  364  ff.
Im  V.  224  nehme  ich  unbedenklich  die  Dehnung  der  letzten
Sylbe  an,  die  ja  durchaus  nicht  beispiellos  ist.  Die  Hinzufügung  der
Partikel  ys,  welche  Schöne  vornahm,  ist  überflüssig,  und  ausserdem
wäre  yJ  hier  gewiss  nicht  am  rechten  Orte.  Es  ist  also  meiner
Ansicht  nach  zu  schreiben  und  abzutheilen:
aifxöppxvzov  ovofopixiyyx
gsivoiv  cdij.dacou';'  xzxv
oiy.zpxv  r’  aiafrjvrcov  xvdxv
oixzpöv  t’  iy.ßaXkövzwv  dxxpvov.
            
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