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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

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K  v  i  c  a  1  a

nener  Kritiker  liier  das  Geschäft  des  Aasjätens  übernehmen  wollen.
Hek.  462  ff.  v  IlaXXddo?  iv  kö\s.i  zäg  xxXXiditppov  ’  ASuvutxg  iv
xpoxeu  niir),u>  £Eö£op.at  xpx  7160X00?  sv  oxioxksxtat  Trotxt'XXoufj’
aväoxpox.OLc.  rrrjvai?,  wo  mit  der  Saffranfarbe  nicht  gespart  wird.
Hipp.  12S7  ff.  <tö  räv  3ccöv  xxxp.Kzov  tppivx  xxi  ßporcöv  äystg,  KOnpr
avv  d’  6  KOtxtlÖTtzspog  dp.tpt[3aXtöv  cozorärto  jzzspSi.
Indessen  ist  man  an  unserer  Stelle  nicht  gezwungen,  eine
Nachlässigkeit  anzunehmen.  Es  ist  möglich  und  sehr  wahrscheinlich,
dass  Euripides  absichtlich  diese  Wiederholung  angewandt  hat.
Die  Construction  atp.6ppxvzov  dzav  xip.daastv  ist  nach  Analogie  Ton
xip.xyp.a  (man  erlaube  mir  dies  Wort)  drripöv  xtp.daanv  gebildet,  da
die  xtixoppavzog  Ära  =  ärripöv  aip.a’jp.a.  ist,  wie  sich  ja  oft  solche
dichterische  Ausdrücke  geradezu  umkehren  lassen.
Was  die  zweite  Einwendung  Köchly’s  (Iphigeneia  sua  manu
sanguinem  ipsa  numquam  profudit  cet.)  betrifft,  so  habe  ich  dieselbe
bereits  in  der  Recension  von  Köchly’s  Ausgabe  (Ztschft.  f.  d.  öst.
Gymn.  18611,  S.  838)  zurückgewiesen  und  zugleich  bemerkt,  dass
Köchly  V.  832  ff.  übersah,  wo  es  ebenfalls  heisst:  nupd  0  öliyov
dnitpvysg  okeSpov  dvöatov  ip.äv  oaty  Seig  y  zp&v.
V.  22ö  hat  zahlreiche,  zum  grossen  Theile  sehr  kühne,  Änderungen ­
  von  den  Kritikern  erfahren,  weil  man  annahm,  dass  er
sprachlich  und  metrisch  fehlerhaft  sei.  Allerdings  müssen  diese  Worte
in  sprachlicher  Hinsicht  missfallen,  wenn  man  schreibt  izt  ßpitpog,
ert  veov,  izt  Sdlog;  man  muss  aber  eben  das  zweite  Komma  tilgen
und  ert  veov  izt  Sälag  als  ein  einziges  Glied  auffassen,  dass  sich  von
der  gewöhnlichen  Ausdrucksweise  nur  durch  die  emphatische
Wiederholung  des  ert  unterscheidet.  Beispiele  für  eine  solche  durch
emphatische  Wiederholung  eines  Wortes  bewirkte  Trennung  zusammengehöriger ­
  Wörter  finden  sich  ja  nicht  selten.  Das  passendste  Beispiel ­
  hat  bereits  Seidler  aus  unserer  Tragödie  1222  ff.  angeführt;
in  viv  in  ßpitpog,  in  tptXag  ird  [xxzipog  dyxdlxtat  SptoaxMv  ixxveg
(=  in  vtv  ßpitpog  sc.  cov  ixa.veg').  Hermann  hat  an  dieser  Überlieferung ­
  keinen  Anstoss  genommen,  interpungiert  aber  unrichtig  in
vtv,  izt  ßpitpog,  in  xtX.  Köchly  wagt  es  freilich  zu  behaupten  „particula
  in  sine  omni  sensu  eaque  primo  loco  posita“.  Wer  aber  die
erforderliche  Vertrautheit  mit  der  Sprache  des  Euripides  besitzt,
weiss,  dass  er  eine  solche  Trennung,  die  durch  emphatische  Wiederholung ­
  eines  Wortes  (Verbum,  Adverbium,  Interjection)  bewirkt  wird,
            
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