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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

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K  v  i  c  a  I  a

’Xoißa.g  und  £ou£äv  rs  Trovrip-a  [xibaaäv  jedes  einen  ganzen  Vers  bildet. ­
  Vergeblich  bat  Hermann  gegen  W.  Dindorf,  der  zuerst  diese
Versabtheilung  vorschlug,  geltend  machen  wollen,  dass  der  Anapäst
Säxpvov  als  erster  Fuss  „gravior  auribusque  acceptior“  sei,  und  dass
die  Dehnung  der  Endsylbe  von  dp.a$ivra  in  der  Mitte  des  Verses
kaum  zulässig  sei.  Die  natürliche  Versabtheilung  kann  man  freilich
durch  verschiedene  Mittel  erzielen;  Dindorf  schlug  aipova'  für  aJ.jj.daaouff’
  vor,  Matthiä  die  Tilgung  von  j3ojp.o0g.  Das  letztere  Mittel  ist
das  bei  weitem  wahrscheinlichere,  da  durch  ßojjj.oOg  die  ohnehin
kühne  Construction  zu  einer  verworrenen  und  vollständig  unannehmbaren ­
  wird.  Die  von  Seidler  versuchte  Rechtfertigung  ist  unstatthaft:
„Composita  est  locutio  ex  ca/j.ä'jostv  Zivoug  (ut  Orest.  1283  ayayia.
yotvtffffstv)  et  odpaaGziv  ßü)p.oüg  (ut  Androm.  259  aipdrou  ßujp.öv').
Pro  simplici  cdp.doasiv  £svovg  poetice  dicit  aip.doauv  fstvcov  drav*.
Aber  es  wäre  ja  auch  schon  die  einfache  Verschmelzung  aip.<xaaeiv
Eeivovg  ßa>p.ovg  unmöglich;  denn  eine  solche  Verschmelzung  zweier
Accusative  des  äusseren  Objects  ist  nur  dann  zulässig,  wenn  das
Verbum  in  jeder  der  zwei  vorausgesetzten  einfachen  Constructionen
dieselbe  oder  doch  im  wesentlichen  dieselbe  Bedeutung  hat.  Aber
aipdocEiv  gsiyovc  wäre  „machen,  dass  die  Fremdlinge  ihr  Blut  vergiessen,
  die  Fremdlinge  verwunden“  (wie  aipdaacvTsg  lxip.iv  Iph.
A.  1082  u.  s.),  dagegen  xip.daaivj  ßüjp.ovg  „den  Altar  mit  Blut  bespritzen“; ­
  und  die  Verschmelzung  dieser  zwei  Constructionen  übersteigt ­
  demnach  das  Mass  des  zulässigen.  Übrigens  ist  es  ja  nicht  einmal ­
  wahr,  das  aip.daaziv  gsBeov  ä.rav  nur  eine  poetische  Variation
für  xijj.daaEVj  Igävovg  ist;  sondern  a.ip.daaEiv  dzav  könnte  jener,  der
von  den  Epitheten  aip.appa.vTO'j  övatpöppiyycr.  abstrahirt  (bei  welcher
Abstraction  aber  die  Construction  nicht  genügend  erklärt  werden
kann),  nur  erklären  „psrä  roö  aip-daastv  dran  nouXv  oder  crijxocT-Qpdv
«rav  rcotsiv“  nach  Analogie  von  rip-vEtv  riAog  d.  i.  r<h  rip-vsiv  (rt)
zilog  7roi£tv  oder  anovodg  rip.vzLv  d.  i.  p.Erd  zaO  zip-'JEiv  (za  atpdyca)
anovodg  izoisw.  —  Übrigens  war  Seidler’s  Auffassung  dieser  Stelle
offenbar  eine  schwankende;  denn  die  Annahme,  die  Überlieferung  sei
durch  Verschmelzung  aus  aip-daasiv  Zeivoug  (wofür  poetisch  aip.dac7£iv
  £stvcov  dzav  gesagt  sein  soll)  und  alpdaaEiv  ßu>p.o0g  enstanden,
und  die  Auflösung  aijj.aaaovaa  ßwjj.ovg,  ämp  iazi  duatpoppty^  l-dvojv
dza  sind  zwei  ganz  verschiedene  Erklärungen.  Seidler  führt  für  diese
Erklärung  als  Analogie  an  Or.  959  ziStlaa  Xtoxöv  övuya.  6id  naprjoojy,
            
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