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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

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V.  197  fF.
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loyeiav  Greppäv  xatdeiav
Moipat  abvrdvovaiv  3scd.
Kirchhofif  hat  mit  jener  Besonnenheit,  welche  seine  treffliche
Ausgabe  charakterisirt,  für  das  corrupte  loytiav  keine  Conjectur  aufzunehmen ­
  gewagl.  In  der  Adn.  crit.  erwähnt  er  bloss  Hermanu's  Vermuthung
  löyjai;  Elmsley's  Conjectur  Aoyiav  erwähnt  er  mit  Recht  gar
nicht,  weil  dieselbe  ganz  und  gar  unstatthaft  ist.  Doch  hätte  er  meiner ­
  Ansicht  nach  Seidler's  loyiäv  erwähnen  sollen,  weil  dies  die  meisten ­
  Chancen  für  sich  hat.  Die  Erklärung  von  loyiay  „iam  ipso  partu
mihi  impositam“  (dieser  Worte  bedient  sich  Klotz,  der  Ehnsley’s
Conjectur  aufnimmt)  ist  so  gewaltsam  und  unnatürlich,  dass  man  über
ihre  Unzulässigkeit  nicht  im  Zweifel  sein  kann.  Wenn  Elmsley  sagte
„\oyia.v  GZzppäv  ncaoeiav  hie  appellavit  poeta,  quod  Gzippdg  iv  zixoig
dlyri§6va.g  Med.  1031“,  so  war  er  offenbar  im  Irrthum  befangen.
Vgl.  Hermann’s  Bemerkung.  Und  angenommen,  dass  Xo^t’av  diese
Erklärung  zuliesse,  so  wäre  diese  Form  der  Tautologie  (mit  dpyj/.g
  wird  ja  hier  auch  der  Anfang  des  Lebens,  die  Gehurt  bezeichnet)
unerträglich.  Das  war  es  wohl  auch,  was  Elmsley  veranlasste  sf  apy&g
  „librariorum  oscitantiae“  zuzuschreiben  und  dafür  a?  zu  vermuthen,
  was  aber  der  Gedankenzusammenhang  verbietet.
Hermann’s  Conjectur  loyica  ist  allerdings  nicht  in  ebenso  hohem
Grade  unstatthaft,  aber  doch  nicht  wahrscheinlich  weil  es  nicht
glaublich  ist,  dass  Euripides  bei  dieser  Epanaphora  die  Symmetrie  so
wenig  berücksichtigt  haben  sollte,  um  dem  übergewichtigen  ersten
Gliede  apyäg  rag  p.arpäg  tchvag  xol  vuxrog  xsivag  das  kahle
dpyäg  gegenüber  zu  stellen.  Dies  wäre  nur  dann  erklärlich,  wenn  zu
dem  zweiten  dpya.g  dieselben  Genetive  zu  beziehen  wären,  was  aber
wegen  des  in  diesem  Salze  ausgesprochenen  Gedankens  unmöglich  ist.
Seidler’s  Conjectur  empfiehlt  sich  nicht  bloss  durch  ihre  innere
Angemessenheit,  sondern  auch  durch  die  Leichtigkeit  der  Änderung.
Dem  Sinne  nach  hatte  dieselbe  Conjectur  schon  Scaliger  gemacht,
indem  er  'Ko-ysio.»v  vorschlug,  wobei  er  die  Verkürzung  des  Diphthongs
annahm,  die  aber  im  Inlaut  auf  gewisse  Wörter  beschränkt  gewesen
zu  sein  scheint.  Gegen  Xoyiäv  bemerkte  freilich  Elmsley  „sed  vereor
            
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