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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

Euripideische  Studien.

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leuweise  sogar  recht  schwülstig.  Übrigens  wäre  das,  was  Bergk  vorschlägt, ­
  oöfiei'wv  t’  b.  [LÖ'j/jjyj  näml.  koißäg  lim  nichts  einfacher,  gewiss ­
  aber  noch  auffallender.
Auch  das  von  Bergk  gegen  die  Zulässigkeit  von  üopaivsiv  erhobene ­
  Bedenken  ist  nicht  so  gewichtig,  um  die  Unechtheit  dieses  Wortes ­
  an  unserer  Stelle  darzuthun.  Wenn  man  nicht  nach  Analogie  von
Tiyyetv,  osöctv,  pa.ivs.iv  annehmen  dürfte,  dass  auch  uopa.iveiv  neben
der  Bedeutung  „besprengen,  waschen  (mit  Wasser)“  die  Bedeutung
„ausgiessen  (Wasser)“  haben  konnte,  dann  dürfte  man  überhaupt
keinen  Schluss  per  analogiam  wagen.  Übrigens  ist  noch  hervorzuheben, ­
  dass  diese  Erscheinung  sich  nicht  bloss  auf  die  genannten
Verba  beschränkt,  sondern  dass  derselbe  Wechsel  der  Construction
und  Bedeutung  auch  noch  bei  einer  ziemlichen  Anzahl  anderer  Verba
sieh  findet.  So  stellt  der  gewöhnlichen  Construction  älsitpsiv  rt  rivt
zur  Seite  Od.  p.  200  i'v  (xr ; p6v)  nyi.v  £tc’  waiv  äkettp\  Neben  xcä  rtv’
Jto)  oci/xari  z’  iy/.s'fd’j.y  re  noüm^s\xsv  ouoag  (Od.  v  393)  finden  wir
syxifakog  nsnd}.a.y.zo  (II.  X  98),  neben  vvziXsiv  zi  zivi  auch  vozioa.
vozitop-evriv  (Plat.  Tim.  74  C)  u.  s.  w.  Ja  wir  können  getrost  behaupten, ­
  dass  die  Erscheinung,  die  uns  bei  den  Verben  humectandi  entgegentritt, ­
  ein  sprachliches  Princip  von  der  grössten  Tragweite  ist.
Oder  ist  es  nicht  im  Wesen  eine  und  dieselbe  Erscheinung,  wenn  wir
ßdllsiv  nizpov  und  ßdllsiv  zivd.  7iizpo>,  jzspißexXXeiv  zivi  ysipag  und
ktpi.ßc/Xkv.v  ztvä  yjpai,  npooSe  di  oi  kskIoio  nzvypi’  i/.cck’jtpsv  (II.  s
3!  3)  und  y.a.Xünzsiv  ziva.  nw,  nak’jvsiv  akfiza  (Od.  /.  320)  und  nakiivag
  d.lyirov  dxzr>  (Od.  £  429),  cmsipsiv  in  der  Bedeutung  „ausstreuen“ ­
  und  „bestreuen“  und  zahllose  andere  ähnliche  Beispiele
finden?  Wir  können  ferner  im  Hinblicke  auf  diese  Beispiele  sowie  aus
anderen  Gründen  mit  Entschiedenheit  behaupten,  dass  auch  bei  rsyys«v,
  o£vsi.v,  putveiv,  {jopaivuv  die  Bedeutung  „aussprengen,  ausgiessen“ ­
  als  die  u  r  s  p  r  ü  n  g  1  i  c  h  e  im  Lexikon  vorangestellt  werden  sollte;
die  gewöhnliche  Bedeutung,  welche  diese  Verba  haben,  ist  eine  secundäre.


V.  179  ff.
Ich  habe(Beitr.  S.  23—  27)  behauptet,  dass  die  Verse  179—194
in  Übereinstimmung  mit  der  handschriftlichen  Überlieferung  der
lphigeneia  belassen  werden  müssen.  Bergk  (a.  a.  0.  17,  S.  399  u.
            
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