Euripideische Studien.
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leuweise sogar recht schwülstig. Übrigens wäre das, was Bergk vorschlägt,
oöfiei'wv t’ b. [LÖ'j/jjyj näml. koißäg lim nichts einfacher, gewiss
aber noch auffallender.
Auch das von Bergk gegen die Zulässigkeit von üopaivsiv erhobene
Bedenken ist nicht so gewichtig, um die Unechtheit dieses Wortes
an unserer Stelle darzuthun. Wenn man nicht nach Analogie von
Tiyyetv, osöctv, pa.ivs.iv annehmen dürfte, dass auch uopa.iveiv neben
der Bedeutung „besprengen, waschen (mit Wasser)“ die Bedeutung
„ausgiessen (Wasser)“ haben konnte, dann dürfte man überhaupt
keinen Schluss per analogiam wagen. Übrigens ist noch hervorzuheben,
dass diese Erscheinung sich nicht bloss auf die genannten
Verba beschränkt, sondern dass derselbe Wechsel der Construction
und Bedeutung auch noch bei einer ziemlichen Anzahl anderer Verba
sieh findet. So stellt der gewöhnlichen Construction älsitpsiv rt rivt
zur Seite Od. p. 200 i'v (xr ; p6v) nyi.v £tc’ waiv äkettp\ Neben xcä rtv’
Jto) oci/xari z’ iy/.s'fd’j.y re noüm^s\xsv ouoag (Od. v 393) finden wir
syxifakog nsnd}.a.y.zo (II. X 98), neben vvziXsiv zi zivi auch vozioa.
vozitop-evriv (Plat. Tim. 74 C) u. s. w. Ja wir können getrost behaupten,
dass die Erscheinung, die uns bei den Verben humectandi entgegentritt,
ein sprachliches Princip von der grössten Tragweite ist.
Oder ist es nicht im Wesen eine und dieselbe Erscheinung, wenn wir
ßdllsiv nizpov und ßdllsiv zivd. 7iizpo>, jzspißexXXeiv zivi ysipag und
ktpi.ßc/Xkv.v ztvä yjpai, npooSe di oi kskIoio nzvypi’ i/.cck’jtpsv (II. s
3! 3) und y.a.Xünzsiv ziva. nw, nak’jvsiv akfiza (Od. /. 320) und nakiivag
d.lyirov dxzr> (Od. £ 429), cmsipsiv in der Bedeutung „ausstreuen“
und „bestreuen“ und zahllose andere ähnliche Beispiele
finden? Wir können ferner im Hinblicke auf diese Beispiele sowie aus
anderen Gründen mit Entschiedenheit behaupten, dass auch bei rsyys«v,
o£vsi.v, putveiv, {jopaivuv die Bedeutung „aussprengen, ausgiessen“
als die u r s p r ü n g 1 i c h e im Lexikon vorangestellt werden sollte;
die gewöhnliche Bedeutung, welche diese Verba haben, ist eine secundäre.
V. 179 ff.
Ich habe(Beitr. S. 23— 27) behauptet, dass die Verse 179—194
in Übereinstimmung mit der handschriftlichen Überlieferung der
lphigeneia belassen werden müssen. Bergk (a. a. 0. 17, S. 399 u.