Euripideische Studien.
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erheben lässt, voraus, dass die Überlieferung rdg ovx evp.ovaov poXx&g
nicht auf Schreibfehlern, sondern auf einer absichtlichen Änderung
beruht, indem jemand, der p.elxovaa. ßodv nicht verstand, unbekümmert
um den weiteren Zusammenhang und um das Metrum pAlxovaa in
l/.olxdg veränderte und diesen Genetiv von |3oav abhangen liess. Die
Änderung poXxägzog natürlich die zwei anderen von rav und evp.ovaov
nach sich.—Mit fxshxouoa ßodv vgl. Tro. 993 7rotav ßorjv dvuXöXv£ag.
Hek. 1071 ßodv ßodv dvrcü, ßodv. Ion 91 ff. Sdaaei de yvvvj rrAxoda
t,dSeov AeXtpig deidovo' "EXXvjgc ßoag, dg dv ’AxöXXuv xeXtxdoari.
Hel. 371 f. j3oav ßodv d' ’EXXäj xeXddriae xdvor6rv%ev und besonders
Tro. 548 f. xapSevot d’ deptov dvd xporov xodüv ßodv ep.eXxov
evypov'.
V. 157 ff.
£> raade yodg
p.eXXo> xpxrfjpd re röv <p 3-ip.svoJv
vdpodveiv yaiag iv vwrotg
xr,ydg r' ovpeiuv ix pdo-yoiv
Bdxyov r’ oivopdg Xoißdg
£ou5dv re x6vrjp.cc [xeXioaäv,
d vexpolg SeXxrrjpia x.eXrca.
Man vermisst hier die Erwähnung des Wassers. Darum vermutliet
Kirchlioff yxiag ivvortovg xrjydg ovpeioiv r 1 ex pdayo^v. Diese
ohne Zweifel scharfsinnige Conjectur scheint aber unstatthaft zu sein,
weil es nicht wahrscheinlich ist, dass der Dichter, während er zur
Bezeichnung der anderen Ingredientien besondere Suhstantiva (Äotßdg,
Trdvnga) wählt, die Milch mit den Worten ovpeiwv r’ ex tj.ooyjjiv.
wozu xrrydg aus dem vorangehenden Gliede zu wiederholen wäre,
bezeichnete. Vielmehr kann man es als sicher annehmen, dass Euripides
der Symmetrie zu liebe, die hier auch sonst deutlich durchgeführt
ist, die Milch so bezeichnete, wie wir eben in den Handschriften
lesen, nämlich mit xr^dg r' ovpeicov ex p-dayrnv.
Köchly nimmt nach xr,ydg eine Lücke an, die er etwa mit den
Worten vddruv xprivodwv ydXx ausfüllen zu können meinte. Diese
Ausfüllung wäre, wenn auch wirklich eine Lücke angenommen werden
müsste, was aber entschieden abzuweisen ist, nicht zulässig;