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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

Euripideische  Studien.

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erheben  lässt,  voraus,  dass  die  Überlieferung  rdg  ovx  evp.ovaov  poXx&g
nicht  auf  Schreibfehlern,  sondern  auf  einer  absichtlichen  Änderung
beruht,  indem  jemand,  der  p.elxovaa.  ßodv  nicht  verstand,  unbekümmert ­
  um  den  weiteren  Zusammenhang  und  um  das  Metrum  pAlxovaa  in
l/.olxdg  veränderte  und  diesen  Genetiv  von  |3oav  abhangen  liess.  Die
Änderung  poXxägzog  natürlich  die  zwei  anderen  von  rav  und  evp.ovaov
nach  sich.—Mit  fxshxouoa  ßodv  vgl.  Tro.  993  7rotav  ßorjv  dvuXöXv£ag.
Hek.  1071  ßodv  ßodv  dvrcü,  ßodv.  Ion  91  ff.  Sdaaei  de  yvvvj  rrAxoda
  t,dSeov  AeXtpig  deidovo'  "EXXvjgc  ßoag,  dg  dv  ’AxöXXuv  xeXtxdoari.
Hel.  371  f.  j3oav  ßodv  d'  ’EXXäj  xeXddriae  xdvor6rv%ev  und  besonders
Tro.  548  f.  xapSevot  d’  deptov  dvd  xporov  xodüv  ßodv  ep.eXxov
evypov'.

V.  157  ff.
£>  raade  yodg
p.eXXo>  xpxrfjpd  re  röv  <p  3-ip.svoJv
vdpodveiv  yaiag  iv  vwrotg
xr,ydg  r'  ovpeiuv  ix  pdo-yoiv
Bdxyov  r’  oivopdg  Xoißdg
£ou5dv  re  x6vrjp.cc  [xeXioaäv,
d  vexpolg  SeXxrrjpia  x.eXrca.
Man  vermisst  hier  die  Erwähnung  des  Wassers.  Darum  vermutliet
  Kirchlioff  yxiag  ivvortovg  xrjydg  ovpeioiv  r 1  ex  pdayo^v.  Diese
ohne  Zweifel  scharfsinnige  Conjectur  scheint  aber  unstatthaft  zu  sein,
weil  es  nicht  wahrscheinlich  ist,  dass  der  Dichter,  während  er  zur
Bezeichnung  der  anderen  Ingredientien  besondere  Suhstantiva  (Äotßdg,
  Trdvnga)  wählt,  die  Milch  mit  den  Worten  ovpeiwv  r’  ex  tj.ooyjjiv.
wozu  xrrydg  aus  dem  vorangehenden  Gliede  zu  wiederholen  wäre,
bezeichnete.  Vielmehr  kann  man  es  als  sicher  annehmen,  dass  Euripides
  der  Symmetrie  zu  liebe,  die  hier  auch  sonst  deutlich  durchgeführt ­
  ist,  die  Milch  so  bezeichnete,  wie  wir  eben  in  den  Handschriften ­
  lesen,  nämlich  mit  xr^dg  r'  ovpeicov  ex  p-dayrnv.
Köchly  nimmt  nach  xr,ydg  eine  Lücke  an,  die  er  etwa  mit  den
Worten  vddruv  xprivodwv  ydXx  ausfüllen  zu  können  meinte.  Diese
Ausfüllung  wäre,  wenn  auch  wirklich  eine  Lücke  angenommen  werden ­
  müsste,  was  aber  entschieden  abzuweisen  ist,  nicht  zulässig;
            
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