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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

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K  v  1  c  a  1  a

sichere  Emendation  gelten  zu  wollen,  halte  ich  es  doch  für  nothwendig,
  einen  Punkt  hervorzuheben,  der  sich  feststellen  lässt  und  der
doch  von  manchen  verkannt  wird.  Manche  gehen  nämlich,  indem  sie
V.  144  zu  emendieren  versuchen,  von  der  Voraussetzung  aus,  dass
ßoäv  getilgt  werden  muss.  So  schon  Elmsley,  so  neuerdings  Köchly,
der  rüg  oüx  süpoüaov  poüioag  poAn-aTg  vermuthet  und  diese  Vermuthung
  in  den  Text  der  Ausgabe  setzt,  obzwar  er  weiss,  dass  hier
„innumerabilia  tentari  possunt“.  Es  mag  ßoäv  manchem  unbequem
sein;  zur  Tilgung  desselben  aber  ist  auch  nicht  ein  Schein  einer
Berechtigung  vorhanden,  da  es  nicht  im  allermindesten  einem  Glossen
ähnlich  sieht,  weil  eben  nichts  da  ist,  wozu  es  ein  Glossem  sein
könnte.  Überhaupt  lässt  sich  kein  haltbarer  Grund  für  die  Annahme
einer  späteren  Einschiebung  von  ßoäv  ausfindig  machen,  weshalb
der  Kritiker  mit  diesem  Worte  rechnen  muss  und  nicht  davon  abstrahieren ­
  darf.
Von  dieser  richtigen  Ansicht  geht  Bergk  aus;  doch  kann  seine
Änderung  rüg  oüx  eüpoüoou  p.rAnäg  dliipoig  iAiyotg,  i  i  (ausserhalb ­
  des  Verses)  in  XYjdsioig  dixroim  ßoäv,  ai  pot  oupßatvouo’  ärca
schon  wegen  der  höchst  auffallenden  Construction  (ßoäv  soll  =  wote
ßoäv  stehen  und  somit  von  Spr t noig  iyy.sip.ai  abhängen)  nicht  angenommen ­
  werden.  Wenn  Bergk  ausserdem  sagt,  dass  durch  seine  Conjectur
  ein  Zusammenhang  zwischen  V.  147  und  146  erzielt  wird,
indem  dann  ai  pot  avpßaivova'  ärca  von  ßoäv  abhänge,  während
sonst  der  Relativsatz  abgerissen  dastehe  und  wenn  er  gegen  die
gewöhnliche  Erklärung  des  al  durch  ort  ocurat  einwendet  „allein  so
wird  dies  Pronomen  nur  gebraucht,  wenn  ein  verbum  dicendi
oder  ähnliches  vorausgeht“:  so  ist  dagegen  zu  bemerken,  dass  ja
Sprjvoig  syxeipat  vorausgebt,  und  dass  von  diesem  Ausdrucke  (£pfivoig
  eyxsi[xai  =  SprivcH)  der  Relativsatz  ai  pot  xtA.  d.  i.  ort  avrai
pot  xrA.  ebenso  gut  abhängen  kann,  wie  von  ßoäv.
Ich  will,  da  ich  schon  von  dieser  Stelle  spreche,  die  Vermuthung,
die  mir  in  den  Sinn  gekommen  ist,  mittheilen,  nämlich
öua^-pr/vvjrot?  £>g  Sprjvotg
i'yxecp.ac,  zccv  oüx  oupouaov
poArcouaa  ßoäv,  aAvpoig  ilsyoig.
Natürlich  setze  ich  bei  dieser  Vermuthung,  gegen  die  sich  kein
sprachliches  Bedenken  und  kein  Bedenken  von  Seiten  des  Sinnes
            
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