Euripideische Studien.
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Jäger (eig. Werfer oder Stösser) bezeichnete '). Es hat sieh dies
Wort als Eigenname erhalten und auch als Nomen appellativum im
lakonischen Dialekte; denn Hesychios sagt, dass die Lakonier oixTug
(Stösser) für Ixnvog gebrauchten. Gewiss bedeutete Sixrvg auch einmal
„Netz“ zufolge der in allen Sprachen häufigen Erscheinung, dass
leblose Gegenstände, die als Werkzeuge zu einer Verrichtung gebraucht
werden, als belebte und selbstthätige Urheber dieser Verrichtung
aufgefasst und deshalb durch ein Nomen agentis bezeichnet
werden: vgl. xpyjrrip (eig. der Mischer), ipvxT-hp (der Kühler) u. a.
Aixrvov ist eine Weiterbildung von oixTug wie odxpvov von odxpii.
Zu diesem Qixrvg nun ist öixruva (oder ötaruvva) das Femininum.
Wir haben natürlich als ursprüngliche Form desselben otxrima
(dtxruvja) anzunehmen; diese Form konnte, je nachdem die Assimilation
von vj zu vv oder die Metathesis des Jod in die vorausgehende
Sylbe eintrat, zu dixrvwci (vgl. die äolischen Formen Kdptvva = Koptvja,
Mädchen, ßaalXivva. — ßa<7i\iv)a, <bi).£vva==<l>i).tvj«, “Hpivva
= ’Hp!vja) oder zu ötxrüv« (vgl. xptvoi = xptvjw, g£vvoj = o£uvjw und
Aüxatva = Auxa-vjct, .Ssaiya =.3'£«-vja) werden. Dass öt'xruva oder
dtxTvvva d. i. eigentlich dtxruvia, wirklich von dixrv-g abgeleitet ist,
dafür bietet eine passende Bestätigung jrörvfa d. i. rcorivta. Ich glaube
nämlich, dass man bei der Erklärung von ttötvi« von dem Nominalstamme
ttoti (nöai-g, Herr, Gemahl) ausgehen und den Ausfall von t
annehmen muss, wie bekanntlich p.s£oiv aus /xvstoiv und dies wiederum
aus [xivsicjjv (vom Adjectivstamme puvu) entstanden ist; vgl. ealdus
valde u. a. im Latein.
*) Das Suffix ru (ohne Zweifel ist hei ötxru; als Wurzel Six und als Suffix ru,
nicht etwa als Wurzel dixr und als Suffix u auszunehmen) wird zwar
gewöhnlich zur Bildung von weiblichen Nominell mit vorwiegend abstracter
Bedeutung verwandt (wie e’Xevjrüj, xiSapiirrüs). Doch finden sich ausser
dixru? auch andere Masculina. Zwei (vielleicht die einzigen) sind mir zur
Hand, >.fXzvg (das freilich erst bei Lykophron vorkommt, aber ein viel höheres
Alter beansprucht, da es für ijairüsiv vorausgesetzt werden muss) und päpru-s
von smar, mar (also = der Gedenkende, Wissende; vgl. i'oTtop).
Ebenso spärlich finden sich bekanntlich gegenüber den zahlreichen meist
abstracten Substantiven weiblichen Geschlechts auf vc-s (wie ßpS>-ai-(,
üo-oi-s) männliche mittelst des Suffixes ri abgeleitete Nomina agentis. Leo
Meyer (II, 329) zählt als solche auf Kocng (7ro-u-s), p.avuj, papnzic, xaaic ;
Si'vnj, «lu’vrij.