Euripideische Studien.
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als Conjectur betrachtet wissen, sondern nur als eine Andeutung der
Sphäre, in der sich hier Conjeeturen bewegen können. Nur die Änderung
OTT«! getraue ich mir als Conjectur hinzustellen.
V. 116 f.
ovtoi [xaxpöv p.iv fi’XSop.sv näpov,
ex r£p|j.drmv 8s voarov dpoOp-sv noCkiv.
Manche Kritiker sind der Ansicht, dass diese Verse, mit denen
in den Handschriften die Erwiderung des Orestes beginnt, nicht dem
Orestes beigelegt werden können, sondern dass man sie den Worten
des Pylades hinzufügen muss. Gegen diese Ansicht habe ich (Beitr.
S. 22) geltend gemacht, dass man den Handschriften folgen muss,
weil dann in sehr passender Weise die Rede des Pylades, ebenso wie
die folgende des Orestes, mit einer allgemeinen Sentenz schliesst.
Dies erkennt auch Bergk-an, indem er sagt: „Nach dem allgemeinen
Gedanken wäre der Grund, dass man nicht unverrichteter Sache am
Ziele umkehren dürfe, gar matt und überflüssig“ (a. a. 0. S. 594).
Ich möchte die Anfügung dieses Grundes an die Worte des Pylades
eher „unpassend und ungeschickt“, als „matt und überflüssig“
nennen, und zwar aus folgenden zwei Gründen:
aj Nach der handschr. Überlieferung ist die Rede des Pylades
wohlgeordnet und gutgegliedert. Pylades hebt zunächst zwei Gründe
hervor, um die Ansicht des Orestes zu bekämpfen; in unmittelbarem
Anschluss an die Worte des Orestes psOywu.Ev xr/. sagt er nachdrücklich
ajEÜystv [xiv ovx dvsxröv ovo' ei.dj3-ap.sv, und mit Beziehung
auf das Misstrauen des Orestes gegen Apollon bemerkt er rov tov
3eov te yp'o<jp.dv ov xccxjote'ov. Sodann gibt er die Massregeln an,
die sie zu treffen haben „vor der Hand müssen wir uns verbergen;
wenn es aber Nacht wird, dann müssen wir ans Werk gehen und dabei
kein Mittel unversucht lassen“ (ndaag npootpspovre p/nyavds).
Da er nun von p.r,yavyj. spricht, so benutzt er diese Gelegenheit, um
den Orestes auf eine pr,yavo aufmerksam zu machen, welche diesem
entgangen war „wir können ja durch die Zwischenräume zwischen
den Triglyphen in den Tempel gelangen“. Diese letzten Worte sind
offenbar nur als eine gelegentliche und (wenn man den ganzen Zusammenhang
ins Auge fasst) parenthetische Bemerkung anzusehen;