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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

Euripideische  Studien.

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als  Conjectur  betrachtet  wissen,  sondern  nur  als  eine  Andeutung  der
Sphäre,  in  der  sich  hier  Conjeeturen  bewegen  können.  Nur  die  Änderung ­
  OTT«!  getraue  ich  mir  als  Conjectur  hinzustellen.

V.  116  f.
ovtoi  [xaxpöv  p.iv  fi’XSop.sv  näpov,
ex  r£p|j.drmv  8s  voarov  dpoOp-sv  noCkiv.
Manche  Kritiker  sind  der  Ansicht,  dass  diese  Verse,  mit  denen
in  den  Handschriften  die  Erwiderung  des  Orestes  beginnt,  nicht  dem
Orestes  beigelegt  werden  können,  sondern  dass  man  sie  den  Worten
des  Pylades  hinzufügen  muss.  Gegen  diese  Ansicht  habe  ich  (Beitr.
S.  22)  geltend  gemacht,  dass  man  den  Handschriften  folgen  muss,
weil  dann  in  sehr  passender  Weise  die  Rede  des  Pylades,  ebenso  wie
die  folgende  des  Orestes,  mit  einer  allgemeinen  Sentenz  schliesst.
Dies  erkennt  auch  Bergk-an,  indem  er  sagt:  „Nach  dem  allgemeinen
Gedanken  wäre  der  Grund,  dass  man  nicht  unverrichteter  Sache  am
Ziele  umkehren  dürfe,  gar  matt  und  überflüssig“  (a.  a.  0.  S.  594).
Ich  möchte  die  Anfügung  dieses  Grundes  an  die  Worte  des  Pylades ­
  eher  „unpassend  und  ungeschickt“,  als  „matt  und  überflüssig“
nennen,  und  zwar  aus  folgenden  zwei  Gründen:
aj  Nach  der  handschr.  Überlieferung  ist  die  Rede  des  Pylades
wohlgeordnet  und  gutgegliedert.  Pylades  hebt  zunächst  zwei  Gründe
hervor,  um  die  Ansicht  des  Orestes  zu  bekämpfen;  in  unmittelbarem
Anschluss  an  die  Worte  des  Orestes  psOywu.Ev  xr/.  sagt  er  nachdrücklich ­
  ajEÜystv  [xiv  ovx  dvsxröv  ovo'  ei.dj3-ap.sv,  und  mit  Beziehung
auf  das  Misstrauen  des  Orestes  gegen  Apollon  bemerkt  er  rov  tov
3eov  te  yp'o<jp.dv  ov  xccxjote'ov.  Sodann  gibt  er  die  Massregeln  an,
die  sie  zu  treffen  haben  „vor  der  Hand  müssen  wir  uns  verbergen;
wenn  es  aber  Nacht  wird,  dann  müssen  wir  ans  Werk  gehen  und  dabei ­
  kein  Mittel  unversucht  lassen“  (ndaag  npootpspovre  p/nyavds).
Da  er  nun  von  p.r,yavyj.  spricht,  so  benutzt  er  diese  Gelegenheit,  um
den  Orestes  auf  eine  pr,yavo  aufmerksam  zu  machen,  welche  diesem
entgangen  war  „wir  können  ja  durch  die  Zwischenräume  zwischen
den  Triglyphen  in  den  Tempel  gelangen“.  Diese  letzten  Worte  sind
offenbar  nur  als  eine  gelegentliche  und  (wenn  man  den  ganzen  Zusammenhang ­
  ins  Auge  fasst)  parenthetische  Bemerkung  anzusehen;
            
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