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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

Euripideische  Studien.

111

1163  ff.  aufgefasst  werden:  sa/e  p-apyGivz'  cojzöv  iva.Ai.ov  Ssoü
U.eptxlöp.£vog  Tictig  Aä«v  ifxßixhijv  xdpa.  dp.<x£onXr/Sfj,  ysia’’  dxdX^sojv
dxo-  IgavSov  di  xp&zci  disxdXvvs  x.cd  paipdg  sppYi^Bv  dariuv;  ich
glaube  nämlich,  dass  di  an  das  Participium  ip.ßcd<!)v  anknüpft.  Sicherlich ­
  werden  sich  noch  viele  andere  derartige  Beispiele  finden  lassen.

V.  87  f.
Außsiv  t’  äyulp.a  S’s&g,  5  (pocaiv  ivSdds
Big  zouads  vaovg  ovpxvov  xbgbXv  dxo.
Markland:  „Forte  ot  ivSäde  (seil.  ävSpuxoi)  incolae,  quod
scriberetur  oi  ’v^aos“.  Hermann  hat  diese  Vermuthung  gebilligt  und
sie  nur  in  oüvSdde  verwandelt;  Köchly  folgt  Hermann.  Ich  muss  auch
hier  auf  die  Gefahr  hin,  dass  mir  wieder  zähes  Festhalten  an  handschriftlichen ­
  „sordes“  vorgeworfen  werde,  die  handschriftliche  Überlieferung ­
  entschieden  vertheidigen,  denn  die  Änderung  oüvSdds  ist
nicht  bloss  willkürlich,  sondern  auch  an  und  für  sich  unpassend.
Willkürlich  ist  sie,  weil  die  handschriftliche  Überlieferung  keinen ­
  Grund  zur  Verdächtigung  darbietet.  Was  findet  man  an  ihr  bedenklich? ­
  Etwa  den  Pleonasmus  dvSddt  Big  zovads  vaoOgl  Aber  es  ist
nichts  seltenes,  dass  zu  den  allgemeinen  Orts-  und  Zeitadverbien  eine
Apposition,  welche  den  Ort  oder  die  Zeit  bestimmt  bezeichnet,  hinzutritt; ­
  so  lesen  wir  einige  Verse  weiter  ivSdoB  dyvuiazov  Big  yfiv,
äjgsvov.  Und  sollte  man  sagen,  dass  es  mit  dieser  Stelle  eine  andere
Bewandtnis  habe,  weil  die  Apposition  eine  bedeutsame  ist,  so  vergleiche ­
  man  Aesch.  Ch.  640  zig  i'vdöv,  cn  xaX,  p.dV  aöSig,  iv
d6p.otg,  wo  ivdov  oder  iv  36[xoig  genügen  würde;  Antiphan.  bei  Ath.
ILI,  108  E  sig  ’ASrjvag  ivSd.ds  d.<pv/.o\j.r l v.  —  Unpassend  ist  die  Corijectur
  ovvSrddB.  weil  es  gewiss  nicht  des  Dichters  Absicht  war,  die
Sage  von  dem  Götterbilde  auf  Taurien  zu  beschränken;  auch  bei  den
Griechen  war  die  Sage  verbreitet,  dass  das  Götterbild  vom  Himmel
herabgefallen  sei;  die  Beschränkung  5  tpaoiv  ovvSdde  würde  auch
den  Schein  erregen,  als  ob  Orestes  an  diese  Sage  nicht  glaubte  (vgl.
932  f.).  Ferner  wie  kann  Orestes,  der  erst  angekommen  ist  und  mit
keinem  z&v  ivSrdoB  (der  Taurier)  gesprochen  hat,  doch  sagen  d  ipa-
            
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