Euripideische Studien.
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sieht, hat Markland gegen insidr, keinen tri'und vorgebracht, sondern
nur ein subjektives Behagen (mallem!) ausgesprochen; gegen
d' bringt er allerdings einen Grund vor; aber welcher Werth demselben
beizulegen ist, werden wir sehen. Die neueren Kritiker billigen
fast alle Markland’s Conjectur inei yap; bezüglich der folgenden
Verse sind die Meinungen getheilt. Kirchhoff wollte, unter der Voraussetzung,
dass inei yap die echte Lesart wäre, d' im V. 79 beibehalten,
dagegen im V. 82 die Worte ilSihv di a' rjp&rriaa in ilJd&v a'
iizripürnau verändert wissen; darnach würde dia.doya.lg d' — xapnipoug
zur Protasis gehören. Rauchenstein dagegen tilgt d' nach fftadoyaXg,
worin ihm Köchly beistimmt.
Meiner Meinung nach darf Markland’s Conjectur inei ydp nicht
als unerschütterliches Axiom angesehen werden. Diese Conjectur ist
vollständig überflüssig, weil die handschriftliche Überlieferung zu keinem
gegründeten Bedenken Anlass gibt. 'Earetör/ ist in temporalem
Sinne aufzufassen und der mit ineidri eingeleitete Satz steht in sehr
passendem Zusammenhänge mit den Worten noX p' aü rrjvd' eg äpxuv
fiyayeg-, denn dadurch, dass Orestes auf Geheiss des Phoibos narpög
alp.' iriaaro prjripa xaraxrag, war er schon früher einmal von Phoibos
ig äpxuv geführt worden; es stehen also die Worte ineioyj —
x.araxrdg, als Bezeichnung des ersten ig dpxuv ayetv, im Gegensätze
zu au: „In welches Netz hast du mich da wieder hineingebracht,
nachdem du schon früher einmal dasselbe gethan hast?“ Ähnlich
unserer Stelle ist Sopli. Aut. 480 ff. aurr) d’ vßpi^eiv p.iv tot' itgnniararo,
vöpoug ünepßaivouaa roug npoxeipivoug- ußptg d', inet d idpaxev,
fjde deuripa, rouroig snauyeXv xai dedpaxuXav y£Xäv = dies
ist der zweite Frevel, nachdem sie bereits einen tu dedpaxivai verübt
hat.
Wie verhält es sich nun mit der Partikel di im V. 79, von der
Markland sagt, dass sie „constructionem turbat“ ? As knüpft hier die
weitere Erzählung an das im Nebensatze ineidri— xaraxr dg erwähnte
Factum an. Der einzige etwas ungewöhnliche Umstand ist der, dass
der Anfang der Erzählung, an welchen di das weitere anknüpft, nicht
durch einen selbständigen Satz, sondern durch einen Nebensatz
gegeben ist. Es ist die Beziehung dieses Nebensatzes eine doppelte,
erstlich eine zurückweisende, indem er in innigem Zusammenhänge
mit noX—ypYjoag steht, und zweitens eine vorwärts weisende, indem
er vom Dichter für geeignet erachtet worden ist, um an ihn die wei-