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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

Euripideische  Studien.

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sieht,  hat  Markland  gegen  insidr,  keinen  tri'und  vorgebracht,  sondern ­
  nur  ein  subjektives  Behagen  (mallem!)  ausgesprochen;  gegen
d'  bringt  er  allerdings  einen  Grund  vor;  aber  welcher  Werth  demselben ­
  beizulegen  ist,  werden  wir  sehen.  Die  neueren  Kritiker  billigen ­
  fast  alle  Markland’s  Conjectur  inei  yap;  bezüglich  der  folgenden
Verse  sind  die  Meinungen  getheilt.  Kirchhoff  wollte,  unter  der  Voraussetzung, ­
  dass  inei  yap  die  echte  Lesart  wäre,  d'  im  V.  79  beibehalten, ­
  dagegen  im  V.  82  die  Worte  ilSihv  di  a'  rjp&rriaa  in  ilJd&v  a'
iizripürnau  verändert  wissen;  darnach  würde  dia.doya.lg  d'  —  xapnipoug
  zur  Protasis  gehören.  Rauchenstein  dagegen  tilgt  d'  nach  fftadoyaXg,
  worin  ihm  Köchly  beistimmt.
Meiner  Meinung  nach  darf  Markland’s  Conjectur  inei  ydp  nicht
als  unerschütterliches  Axiom  angesehen  werden.  Diese  Conjectur  ist
vollständig  überflüssig,  weil  die  handschriftliche  Überlieferung  zu  keinem ­
  gegründeten  Bedenken  Anlass  gibt.  'Earetör/  ist  in  temporalem
Sinne  aufzufassen  und  der  mit  ineidri  eingeleitete  Satz  steht  in  sehr
passendem  Zusammenhänge  mit  den  Worten  noX  p'  aü  rrjvd'  eg  äpxuv
fiyayeg-,  denn  dadurch,  dass  Orestes  auf  Geheiss  des  Phoibos  narpög
alp.'  iriaaro  prjripa  xaraxrag,  war  er  schon  früher  einmal  von  Phoibos ­
  ig  äpxuv  geführt  worden;  es  stehen  also  die  Worte  ineioyj  —
x.araxrdg,  als  Bezeichnung  des  ersten  ig  dpxuv  ayetv,  im  Gegensätze
zu  au:  „In  welches  Netz  hast  du  mich  da  wieder  hineingebracht,
nachdem  du  schon  früher  einmal  dasselbe  gethan  hast?“  Ähnlich
unserer  Stelle  ist  Sopli.  Aut.  480  ff.  aurr)  d’  vßpi^eiv  p.iv  tot'  itgnniararo,
  vöpoug  ünepßaivouaa  roug  npoxeipivoug-  ußptg  d',  inet  d  idpaxev,
  fjde  deuripa,  rouroig  snauyeXv  xai  dedpaxuXav  y£Xäv  =  dies
ist  der  zweite  Frevel,  nachdem  sie  bereits  einen  tu  dedpaxivai  verübt ­
  hat.
Wie  verhält  es  sich  nun  mit  der  Partikel  di  im  V.  79,  von  der
Markland  sagt,  dass  sie  „constructionem  turbat“  ?  As  knüpft  hier  die
weitere  Erzählung  an  das  im  Nebensatze  ineidri—  xaraxr  dg  erwähnte
Factum  an.  Der  einzige  etwas  ungewöhnliche  Umstand  ist  der,  dass
der  Anfang  der  Erzählung,  an  welchen  di  das  weitere  anknüpft,  nicht
durch  einen  selbständigen  Satz,  sondern  durch  einen  Nebensatz
gegeben  ist.  Es  ist  die  Beziehung  dieses  Nebensatzes  eine  doppelte,
erstlich  eine  zurückweisende,  indem  er  in  innigem  Zusammenhänge
mit  noX—ypYjoag  steht,  und  zweitens  eine  vorwärts  weisende,  indem
er  vom  Dichter  für  geeignet  erachtet  worden  ist,  um  an  ihn  die  wei-
            
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