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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 53. Band, (Jahrgang 1866)

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K  v  f  c  a  1  a

die  durch  Verwandtschaft  Verbundenen  bezeichnet,  gerade  so
wie  auch  im  Deutschen  die  Wörter  „befreundet,  Freundschaft  .(als
collectives  Substantiv)“  auch  zur  Bezeichnung  der  Verwandtschaft
gebraucht  werden;  und  in  den  slavischen  Sprachen  ist  diese  Ausdrucksweise ­
  eine  sehr  gewöhnliche.  Aus  dem  Griechischen  möge
Köchly  z.  B.  Soph.  El.  948  (wo  ytXwv  mit  Bezug  auf  Orestes  gebraucht
wird),  322  eosr’  dpxsTv  cpt'Aotj,  346,  368  vergleichen.  Nichtig  ist
auch  das  zweite  Bedenken  Köchly’s:  „Auch  die  Ausdrucksweise  ouvdktsiv
  Toüvap  sig  cpiloug  möchte  sich  schwerlich  belegen  oder  rechtfertigen
  lassen;  sie  ist  aus  schlechter  Nachahmung  des  rovvccp  8'  coös
ovp.ßdllco  röSs  erwachsen“.  Welch  sonderbare  und  in  der  That
originelle  Nachahmung  wäre  dies!  'Lvvdnzsiv  rovvccp  zig  cpiloug  ist
nicht  nur  keine  schlechte,  sondern  im  Gegentheile  eine  schöne
metaphorische  Ausdrncksweise;  es  ist  dieselbe  Metapher,  die  dem
deutschen  Ausdrucke  „den  Traum  mit  den  Verwandten  in  Verbindung ­
  bringen“  oder  auch  dem  Ausdrucke  „den  Traum  auf  die  Verwandten ­
  beziehen“  zu  Grunde  liegt.  Vgl.  noch  Cic.  Rose.  Am.  31
suspicionem  potius  ad  praedam,  quam  ad  egestatem  adiungerent.
Doch  Köchly  stösst  sich  an  der  Verbindung  auvdnzsiv  rt  s  X  g  rt.
Allerdings  sagt  man  gewöhnlich  auvdnzsiv  rt  rtvt;  aber  es  ist  doch
bekannt,  dass  nicht  selten  statt  des  Dativs  in  ganz  ähnlichen  Fällen
die  Präposition  dg  oder  7rpo?  mit  dem  Acc.  gebraucht  wird.  Vgl.  1.
A.  44  xoivugov  p.vSov  ig  rjp.äg.  Her.  7,  181.  GuyxspdGtxGScu  cpiliav
Kpog  nva.  Vgl.  auch  Quint.  4,  1,  16  coniungere  laudem  eius  ad  utilitatem
  nostrae  causae.  Übrigens  findet  sich  dg  n  nicht  selten  bei
dvdnzsiv;  namentlich  verdient  angeführt  zu  werden  Eur.  Andr.
1169  acp.x  .  .  .  sig  Seöv  dvdipxi.
V.  64.  ff.
dl)'  «mag
ovtcüi  zivog  ndpEiaiv,  zip.'  dGOi  däpojv
iv  oigi  vxio)  züv8'  dvaxzipwv  Seäg.
Bergk:  „oip.cn  dvaxzipcov  Ssäg  würde  eine  blosse  Umschreibung ­
  für  8ip.og  Ssüg  oder  dvdxzopov  $eäg  sein,  dann  würde  Iph.  mit
ihren  Dienerinnen  im  Tempel  selbst  wohnen;  dies  ist  aber  ganz
gegen  die  griechische  Sitte,  die  wir  auch  hier  voraussetzen  dürfen.
            
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