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P f e i f f er
und der Göttin Rheda (Hrede) in unkritischer Weise aufgebürdet
(s. Myth. a. a. ().). Was Wunder, wenn man dem seine Aussage
bestätigenden Liede den Glauben verweigert? Negieren ist ja so
leicht. „Ostra“, meinte J. Grimm (Myth. S. 268), „möge gottheit des
strahlenden morgens, des aufsteigenden lichtes gewesen sein, eine
freudige, heilbringende erscheinung, deren begriff für das auferstehungsfest
des christlichen gottes verwandt werden konnte“.
Aus unserm Liede erhellt das nicht, aber wichtig ist, dass schon hier
die Ostra in Begleitung von Eiern erscheint. „Hier ist nun der Ursprung
der Ostereier (Mythol. 740) ein heidnischer brauch, den die
Christen mit dem namen ostern behielten, statt dass die göttin den
hindern die freude bereitete, heisst es nun, der hase habe sie
gelegt, schrieb maus der Maria zu?“ Grimm.
Hera die Göttin ist mit diesem Namen bloss aus einem Zeugniss
des 15. Jahrhunderts bisher bekannt (s. Myth. 232. 233), wo sie
vrowe Hera genannt und von ihr erzählt wird, zwischen Weihnachten
und dem Erscheinungsfeste (heil. 3 Königen) „domina Hera volat
per aera“; das Volk glaube, „illam sibi conferre rerum temporalium
abundantiam“. Dem steht die Aussage unseres Liedes nicht entgegen:
„Hera führt auf Herke und steht als erdengöttin den blumen
nahe“: Grimm.
Merkwürdiger als die vorhergehenden Namen und darum auch
heftiger angefochten ist Zanfana, über die unsere Kenntniss bisher
auf eine Stelle bei Tacitus beschränkt war, der in s. Annalen 1, 51
berichtet, dass Cäsar auf einem seiner Kriegszüge in Deutschland
auch den der berühmten Göttin Tanfana geweihten Tempel zerstört
habe. Grimm (Myth. 70) nannte sie eine in dichtes Dunkel gehüllte
Gottheit: der Sinn des Wortes und die nähere Einsicht in die Bedeutung
ihres Wesens sei uns verschlossen. „Nun aber Zanfana
(schrieb er mir) seit Tacitus das erste wiederauftauchende Zeugnis
für die deutsche göttin, deren tempel im jahr 14 die Römer der
erde gleich machten, von der bei keinem volkstamm weiter eine
spur zu finden, die selbst in der altnordischen verschollen scheint!
sie muss dennoch irgendwo in den Überlieferungen gehaftet haben,
weil dies hinter das 10. Jahrh. zurückreichende lied ihren namen
nennt. Der arme, für einen falscher verschriene Ligorio kann eine
nachher abhanden gekommene inschrift, worauf „Tamfanse sacrum“
sfand, vor äugen gehabt haben, die noch älter als Tacitus gewesen