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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

Forschung  und  Kritik  auf  dem  Gebiete  des  deutschen  Alterthums  II.  41

terita  reduplicierender  Verba  beständig  mit  ei  statt  ie  geschrieben
werden,  so  ist  dies  weder  blosser  Zufall  noch  Versehen,  sondern
lehrt,  dass  es  im  9.  Jahrhundert  eine  bestimmte  Mundart  gab,  wo  die
genannten  Präterita  eine  vom  gemeinüblichen  Hochdeutsch  abweichende, ­
  aber  dem  Gothischen  leicht  näher  als  jene  stehende  Gestalt ­
  hatten.  Allerdings  zeigen  sich  solche  Erscheinungen  auch  in
Mundarten,  die  von  der  unseres  Denkmals  weit  abstelien,  z.  B.  in
alamannischen  Quellen  (Weinhold,  Alem.  Grammatik  §.  59  führt  aus
den  Engelberger  Glossen  steizun,  aus  Notker’s  Psalmen  67.  irlieingin
an),  doch  sind  sie  so  vereinzelt,  dass  sie  den  angeführten  fünf
Fällen  gegenüber  kaum  in  Betracht  kommen  und  gewiss  weit  eher
denn  diese  als  Schreibfehler  anzusehen  sind.
INCIPIT  CONFESSIO.  Fol.  187*
Ih  uuirdu  gote  al
mahtigen  higihtig.  Inti
allen  gotef  heilagon  allero
minero  suntono.  Unreh
5  tero  githanco.  Unrehtero
uuorto.  Tlief  ih  unrehtef
gifahi.  Unrehtef  gihorti.
Unrehtef  gihancti.  Odo  an
dran  gifpuoni.  Souuaz
10  fo  ih  uuidar  gotef  uuillen
gitati.  Meinero  eido.
Ubilero  fluocho.  Liogan
nef.  Stelannef.  Huoref
Manflahti  Unrehtef  giratef
15  Odo  miriz  thuruh  min  kinthifgi  187 b
giburiti.  Odo  thuruh  ubar
truncani.  Odo  thuruh  min
felhef  gifpenfti.  Odo  thu
ruh  anderef  mannef  gifpenfti.
20  Girida.  Abunftef.  Nidef.
Bifprachido.  Ubilero  gelufto.
Thaz  ih  cichirichun  ni  quam
fo  ih  mit  rehtu  fcolta.  Mina
faftun  ni  bi  heilt  fo  ih  mit  rehtu
            
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