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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

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D  i  e  in  e  r

factorem  suum  fara  atroeiter  cruciari,  scelus  expavit,  et  totam
terram  tetra  ealigine  .  .  .  obseuravit.  .  .  Christo  moriente  tota
terra  contremuit,  mortuos  de  se  evomuit.  Velum  templi  in  dno
discinditur,  petrarum  duricia  finditur.  Mortui  resurgunt,  testemonium
  suo  Domino  reddunt.  .  .  .  Porro  Christus  ad  inferni
claustra  descendens,  sedentes  in  tenebris  et  umbra  mortis  visitavit,
fortem  diabolum  ipse  fortior  superans,  mortem  vita  necavit
ac  regnum  tyranni  disturbans  spoliis  acceptis  victor  tercia  die
triumphans  remeavit.  Hoc  totum  prophetae  futurum  praedixerunt
hoc  variis  figuris  praesignaverunt  .  .  .  Spec.  eccl.  925.  Diese  letzten
Worte  dürften  mit  der  25.  Strophe:  Dizze  sageten  uns  e  die  alten
prophete  ebenfalls  in  Verbindung  stehen.
21,  2.  Der  Ausdruck  irslagen  wart,  dürfte  Manchen  als  uneigentlich
auffallen;  allein  das  Wort  erslagen  heisst  nicht  todtsehlagen
nach  heutigem  Sinne,  sondern  überhaupt  tödten.  z.  B.  er  (Theophilus)
  begunde  in  rehte  diute,  wie  er  sine  sele  hete  erslagen
Gloicb.  1960;  daz  si  daz  laster  an  sich  irslugen  Litan.  1263:
Adam  unt  Eva  haben  uns  durc  ire  sunde  alle  samt  erslagen.
Ang.  34,  2.
21,  7—12.  Diese  Stelle  stimmt  auffallend  mit  jener  im  Friedberger
Christ  E“  3—6  und  14—15,  ebenso  stimmen  23,  8.  10.  12.  mit  E“
15  —  20  und  28,  6.  Sehr  wahrscheinlich  besteht  zwischen  beiden
Dichtungen  ein  innerer  Zusammenhang,  indem  die  Verse  7  —12  nach
der  Hds.  nichts  enthalten,  als  eine  Umschreibung  jener  altern  Fassung
im  Friedberger  Christ.  Der  spätere  Schreiber  suchte  das  veraltete
Wort  intätun  und  die  Reime  Cliriste:  gesihte,  urkunde:  uferstende
zu  beseitigen  und  verschlechterte  dadurch  sotvohl  die  Verse,  als  den
gedrungenen  Satz,  wie  die  zwei  letzten  Verse  11.  12.  di  sint  unser
urkunde  des,  daz  wir  alle  irsten  ze  jungest  hinlänglich  zeigen,
welche  in  der  Urschrift  so  kurz  und  kräftig  lauteten  :  die  sint  da
war  urchunde  der  unser  uferstende.  Abgesehen  davon  mischte  der
Umarbeiter  aber  noch  Worte  hinein,  die  nicht  in  der  Bibel  begründet
sind:  die  Todten  sollen  auf  erstanden  sein  mit  ir  herren  geböte,  davon
steht  nichts  im  N.  T.  Es  findet  sich  hier  überhaupt  nur,  um  auf  gote
zu  reimen.  Aus  diesen  Gründen  würde  es  gerechtfertigt  erscheinen,
wenn  ich  die  ganze  ältere  Fassung  in  den  Text  gesetzt  hätte.
21,  11.  di  wurden  daz  war  urkunde  der  hereil  urstende.  Kaiserch.
197,  21.
            
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