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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

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1)  i  e  in  c  r

nuerlti,  in  dere  imir  nu  piren,  dö  chom  sell>o  unser  lierro  der  filins
dei  nute  pieherte  mit  sinera  evangeliscen  prediga  unte  mit  sinen
zeichinen  die  heidinen,  vona  den  dir  iruuohs  diu  heiliga  christinlieit,
  diu  dir  stet  tmzi  an  den  enti  dere  uuerlte.  Fore  sinere  kiburte
  so  santi  er  die  patriarclias  unde  die  prophetas  .  .  .  Ambraserpredigt
  des  9.  Jh.  bei  Müllenhoff'  LXXXYI.  4,  25  ff.
14,  1.  Dö  wart  geboren  ein  chint.  .  .]  et  dedit  ei  potestatem  et  honorem ­
  et  regnum,  et  omnes  populi  tribus  et  linguae  ipsi  servient,
potestas  ejus  potestas  aeterna,  quae  non  auferetur  et  regnum  ejus
quod  non  corrumpetur  Dan.  VII.  13.  Et  dominabitur  a  mari  usque
  ad  mare,  et  a  lluminc  usque  ad  terminos  orbis  terrarum
Psalm.  Vulg.  8;  et  adorabunt  eum  omnes  reges  terra,  omnes
gentes  servient  ei.  Ib.  11  ;  Got  richset  eine  über  alle  dise  werlt
gemeine,  über  erde  mit  ober  mer  mit  über  allez  himeliscez  her
Kaiser  eh.  D.  130,  (5,
14,  4.  Nach  himelisciu  Jiere  folgen  in  der  Ilds.  (i  Verse  den  sancta
Maria  gebar  .  .  .  welche  sowohl  durch  ihre  Form  u.  Alltäglichkeit,
als  auch  dadurch  auffallen,  dass  sie  den  Zusammenhang  stören  und
wie  ein  Dämpfer  auf  die  ersten  vier  schwungvollen  Verse  wirken.
Ferner  sind  sie  offenbar  nur  eine  weitere  Ausführung  des  Gedankens,
der  vom  Verfasser  ohnehin  in  den  beiden  folgenden  Versen  diu
gebürt  was  wunterlich,  ni  nehciniu  wart  ir  gelich  kurz  angedeutet
wird,  nämlich  die  wundervolle  Zeugung  und  Geburt  des  Kindes
ane  mannes  rat  und  dadurch  die  Jungfräulichkeit  der  Maria.  Denn
beide  Begriffe,  sowohl  die  Zeugung  als  die  wirkliche  Geburt  Hegen
in  dem  einem  Worte  gebürt.  Bei  der  ersten  vermählte  sich  der
Himmel  mit  unserer  Erde  :  Dö  der  heilige  Atem  entswebete  ir
den  licbnamen  .  .  .  dö  gehite  der  himel  zu  der  erde  Ava.  Diem.
231,  1.  2;  iz  gehite  also  werde  der  himel  zu  der  erde,  die  gewuunen
  ensamet  ein  chint,  des  allin  disiu  laut  sintern.  86,  1.
vgl.  die  Verse  1.  2.  Bei  der  zweiten,  der  wirklichen  Geburt,  kamen
die  Engel  vom  Himmel  und  sangen  Gloria  in  excelsis,  da  ward  also
die  Vermählung  gefeiert,  und  der  alte  Streit  zwischen  Himmel  und
Erde,  der  durch  die  Sünde  Adam''s  entstand,  zu  Ende.  Dieser  echt
politische,  schöne  Gedanke  wird  nun  durch  die  äusserst  matten
Verse  des  Umarbeiters,  wie  14,  4.  6.  getrübt  und  verwässert.  Ja
selbst  die  beiden  Verse  5.  6  konnte  er  nicht  unangetastet  lassen,  wie
sie  offenbar  in  den  Büchern  Mosis  Diem.  69,  12.  von  einer  ge-
            
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