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D i e m e r
3, 3. In der Ilds. von dem. Obwohl dies auch richtig ist, so wird der
Vers durch die kleine Aenderung in disem doch viel gerundeter und
der Gedanke erhält mehr Nachdruck.
3, 3. 0 lux in tenebris] nach Joh. 1, 3 Et lux in tenebris lucet, et
tenebrae eum non comprehenderunt.
3, 9. 10. Die beiden Verse du gäbe uns einen herren, den scul wir
vil wol eren mögen echt sein, die beiden andern in der Ilds. noch
folgenden: daz was der guote suntach, necheines werches er ne
phlach, sind aber entschieden unecht und enthalten nichts, als eine verstümmelte
Erläuterung der beiden vorausgegangenen. Der erste Umarbeiter
wollte wahrscheinlich dem Herrn, von welchem eben die Rede
war, und den der ursprüngliche Verf. nicht näher zu bezeichnen für
nöthig fand, seinen Zuhörern oder Lesern nennen und setzte folgende
zwei Verse hinzu: daz was der guote Guntaeh' (lies Guntaclier)
ie dines werches phlach er oder: ne meines werches phlach er. —
Da das grosse lat. G in alten Ilds. mit dem S viele Aehnlichkeit hat,
so mag der Abschreiber den obigen Unsinn zu Tage gefördert haben.
Dass die Worte der güte suntach durchaus nicht echt sein und
weder auf den Sonntag noch auf Christus bezogen werden können,
geht allein schon aus dem Umstande hervor, dass hier das Adjectiv
guote, wie im i, 1. Verse bei Günther steht, was für beide Bedeutungen
viel zu wenig ehrerbiethig wäre, indem in allen Stellen, wo
vom Suntach oder Christus die Rede ist, stets die Reiworte: here,
wäre, heilige oder ewige, nie aber guote stehen. Ferner passt der
Nachsatz nelieines werches er ne phlach durchaus nicht auf Christus
oder in dieser Fassung auf den Sonntag. Vgl. Ausg. Müllenhoff s
zu 1, 11.
Eine andere Möglichkeit der Einfügung des guoten suntach
besteht darin, dass es im Original allenfalls geheissen haben mochte: du
gäbe uns ouch Guntheren, dinen guoten sun dä, ze herren und dass
der Umarbeiter diese beiden Verse etwas erweiterte. — Dass der Verf.
in seinem Gedichte den Bischof Günther ausdrücklich erwähnte, ist
nicht unwahrscheinlich, ja es war von ihm als Untergebenen natürlichjauch
konnte er hierin bei der Versammlung, welcher er dasselbe vortrug,
allgemein auf Zustimmung rechnen, denn Bischof Günther wurde
wegen seiner Leutseligkeit allgemein geliebt und gepriesen (vgl. über
ihn Gicsebrecht, Gesch. d. deutschen Kaiserzeit. Braunschw. 1862,
Bd. III, 36_} und war, wie der Biograph Altmann''s sagt, bei jener