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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

Di  ein  er,  Beitrüge  zur  älteren  deutschen  Sprache  und  Literatur.  427

Beiträge  zur  altern  deutschen  Sprache  und  Literatur.
Nr.  XXIII.
Anmerkungen  zu  Ezzo’s  Lied  von  dem  Anegenge  aus  dem  J.  1005.
Von  dem  \v.  M.  Joseph  Di  einer.
1,  1.2.  Dass  hier  eine  Erweiterung  der  beiden  ersten  Verse  von  Seite
des  Umarbeiters  zu  Grunde  liegt,  leuchtet  auf  den  ersten  Blick  ein.
Vielleicht  war  es  der  Reim  Güntere:  Babenberch  mit  dem  ch  im
letztem  Worte,  welcher  den  Bearbeiter  des  12.  Jh.  genierte  und  den
er  durch  den  eingeschobenen  überflüssigen  Vers  der  hiez  machen  ein
vil  guot  werbe,  er  liiez  .  .  .  entfernen  wollte.  Dass  das  obige  über
den  eigentlichen  Reim  hinausgehende  ch  im  11.  und  12.  Jh.  aber
durchaus  nicht  selten  war,  beweist  der  Reim  12,  11.  12  Elie:  wech,
und  andere  ähnliche,  wie  Diem.  1  58,  19  Jordanäh:  sä;  geduanch:
  nam  Genes.  Fdg.  19,  17;  38,  41  gnuoch:  zuo;  56,  13  dinch:
trehtin.
1,  4.  lieht  '==  liet.  Das  h  wurde  hier  bloss  der  Deutlichkeit  wegen  entfernt.
Auf  gleiche  Weise  eingeschobene  h  finden  sich  noch  9,  9  nöht=nöt;
ebenoht  12,  12;  silit  19,  10.  Dieses,  so  wie  dessen  Stellung  vor
dem  c  in  ihc=ich  2,  10;  4,  1.  2.  11;  dihe  4,  1.  11;  dwilic  5,  8;
Enohc  11,  3;  joulic  19,  S;  ezzihc  20,  3;  sihe  21,  3;  untüdllhc
23,  9,  dnrhc  24,  0;  unsihe  31,  6;  ouhc  33,  3.  6.  sind  paläographische
  Zeichen  des  11.  Jh.,  welche  sich  aus  dem  Original  noch
erhalten  haben  und  nicht  willkürlich  gegen  die  spätere  Schreibweise
mit  eli  vertauscht  werden  dürfen.
            
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