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Pfizmaier, Bericht über zwei Taiping-Münzen.
Allerdings Hesse sich der eine oder der andere Ausdruck entdecken,
in welchem selling „höchstweise“ einen metaphorischen
Sinn hat und mit einem Worte von concreter Bedeutung zusammengesetzt
erscheint. So in dem Worte sching-mö „der höchstweise
Baum“, das als Name folgendermassen erklärt wird: „Die Nahrung
von diesem Baume macht den Menschen verständig und höchstweise“.
Dies ist jedoch etwas anerkannt Fabelhaftes, und wäre eine
ähnliche Deutung für den Begriff „Geld“ zu gewagt, wie sie auch
gewiss nicht in der ursprünglichen Absicht der Tai-pings gelegen.
Herr Dr. W. Lobscheid übersetzt das auf dieser Münze yoi - -
kommende scliing-pao durch sacrecl currency. Hier möchte ich vorerst
in Erinnerung bringen, dass es eigentlich das Wort ||| ling
ist, das dem Begriffe „heilig“ am nächsten steht, während selling, die
höchste Stufe der Weisheit ausdrückend, niemals die Heiligkeit,
sondern immer den scharfen und durchdringenden Verstand bezeichnet.
Zu beachten sind in dieser Beziehung die chinesischen Erklärungen:
„Bei den Angelegenheiten in Alles ohne Ausnahme dringen,
heisst sclüng“ (höchstweise). „Zehntausend Menschen übertreffen,
heisst kliie (überragend). „Doppelt so viel als überragend, heisst
selling“ ((höchstweise). „Gross sein und umgestalten, nennt man
selling“ (höchstweise). „Selling (höchstweise), ist so viel als sclüng
(der Laut). Man hört den Laut und erkennt die Eigenschaft, deswegen
sagt man scliing (höchstweise).
Ferner ist zu bemerken, dass thung-pao „Kostbarkeit des Verkehrs“
zwar durch „Geldumlauf“ wiedergegeben werden könnte, pao
für sich allein aber nur „Kostbarkeit“ bedeutet.
Aus dem Gesagten scheint hervorzugehen, dass der Ursprung
des unstatthaften Ausdrucks scliing-pao „höchstweise Kostbarkeit“,
ebenfalls in den Schriften der Missionäre zu suchen und dass derselbe
als Nachahmung des Wortes scliing-schu „höchstweises Buch“
zu betrachten ist.
Noch werde erwähnt, dass unter den sechs Zeichen, aus welchen
die Inschrift besteht, die drei Zeichen kuö, scliing und pao in
vulgärer Form dargestellt sind.
Ich übergebe die zwei Stücke, welche für Wien Unica sein
dürften, dem k. k. Münz- und Antikenkabinete.