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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

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Kunitz

to  piv  oiiv  y.TA.  fehlt  seihst  die  leiseste  Andeutung  davon,  dass  hiermit ­
  die  Aufstellung  einer  neuen  Frage,  welche  nach  ihrem  Wesen
der  vorigen  noch  vorauszugehen  hätte,  sollte  begonnen  werden,  der
Frage  nämlich  d  siaiv  o)mc  apyai;  die  Einführung  dieses  Satzes
durch  p.iv  ovv  beweist  vielmehr,  dass  in  der  durch  das  Vorige  eingeleiteten ­
  Erörterung  fortgefahren,  und  dass  von  derjenigen  Reihe  von
Fragen,  welche  durch  den  Satz  ’Avdyxn  o  rjrot  pt'av  v.t'a.  in  eine
übersichtliche  Gliederung  gebracht  worden  waren,  nunmehr  die
erste  behandelt  werden  sollAHiezu  bildet  der  dazwischen  stehende
Satz  op.oioig  ds  xrX.  die  Vermittlung,  sofern  wir  in  seiner  Auffassung ­
  den  Worten  des  Aristoteles  seihst,  nicht  der  Ansicht  des
sonst  trefflichen  Exegeten  folgen.  In  gleicher  Weise,  sagt  Aristoteles,
stellen  diejenigen  Philosophen  ihre  Untersuchungen  an,  welche  nach
der  Anzahl  des  Seienden  fragen;  denn  u.  s.  w.,  und  scldiesst  dann
mit  den  Worten:  ihre  Untersuchung  ist  also  darauf  gerichtet,  oh  der
Principien  und  der  Elemente  eines  ist  oder  mehrere.  Dieses  lässt  sich
nicht  mit  Recht  dann  sagen,  wenn  die  Frage  nach  der  Zahl  der  Elemente ­
  der  Untersuchung  der  Zahl  des  Seienden  nur  voraus  geht,
~  p  öito  v  tr,Tov'n;  sondern  nur  dann,  wenn  die  Frage  nach  der  Zahl
des  Seienden  hei  einigen  Philosophen  denselben  Sinn  hat,  wie
die  Frage  nach  der  Zahl  der  Principien  bei  anderen  Ppilosophen.
(Die  unberechtigten  Zusätze  in  Prantl’s  Übersetzung,  „so  dass  sie
eigentlich  auch  nur  das  Princip  untersuchen“  überdecken
die  Schwierigkeit,  ohne  sie  zu  lösen.)  Überdies  stellt  Aristoteles  in  dieser ­
  ganzen,  der  historisch-kritischen  Übersicht  der  älteren  Philosophie
vorausgeschickten  Gruppirung  keine  Unterscheidungen  auf,  die  blos
eine  logische  Redeutung  haben,  sondern  jedes  Glied  der  Eintheilung
hat  seinen  wirklichen  Vertreter  in  der  älteren  Entwicklung  der  Philosophie; ­
  auf  welche  Philosophen  aber  soll  es  denn  passen,  dass  sie  die
Frage  nach  der  Anzahl  des  Seienden,  aber  vor  dieser  die  Frage
nach  der  Anzahl  der  Principien  aufgeworfen  hätten?  Nirgends  findet
sich  sonst  in  den  Nachrichten  des  Aristoteles  oder  anderwärts  eine
Spur  dieser  sonderbaren  Ansicht.
Alle  diese  Schwierigkeiten  verschwinden  sofort,  wenn  man
rif&Tov,  statt  es  zu  frrjrsöffi  zu  construiren,  noch  mit  dem  relativen
Gliede  s£.  düv  rä  ovto.  iari  verbindet.  Den  gleichen  Sinn,  sagt  dann
Aristoteles,  haben  die  Untersuchungen  derjenigen  Philosophen,  welche ­
  nach  der  Anzahl  des  Seienden  fragen  ;  denn  sie  fragen  ja  danach
            
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