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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

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B  o  n  i  t  z

trachten.  Möglich  und  wahrscheinlich  ist  sogar,  dass  durch  diesen
Wechsel  des  Ausdruckes  Aristoteles  der  möglichst  charakteristischen
Bezeichnung  der  Sache  entsprechen  wollte.  Für  Demokritus  sind  nach
aristotelischer  Darstellung  arspsöv  und  xevov  die  obersten,  nicht  irgend
andern  unterzuordnenden  Begriffe,  also  yevg  nach  aristotelischem
Sprachgebrauche,  und  die  einzelnen  Atome,  die  Individuen  des  arspsbv,
sind  dabei’  als  ysvst  iv  zu  bezeichnen.  Die  ypripicctx,  GTzepixxTx  des
Anaxagoras  haben  jedes  seine  formale  Bestimmtheit,  sein  eioog,
durch  welches  sie,  in  sich  selbst  gleichartig,  von  jedem  andern
sich  unterscheiden,  also  xpyxi  ärtsipoi  siösi  dta^ipouasa,  wie  Anaxagoras ­
  selbst  (fr.  3)  sie  als  iosxg  Tsxvro'.xg  eyovrx  bezeichnet  batte.
Aus  dem  Obigen  wird  als  sicheres  Besultat  gezogen  werden
dürfen,  dass  in  dem  fraglichen  Satze  Aristoteles  zwei  Möglichkeiten
bezeichnet,  welche  bei  der  Annahme  einer  unbegrenzten  Vielheit  vou
Principien  statt  haben  können  und  in  der  älteren  Naturphilosophie
wirklich  ihre  Vertreter  gefunden  haben;  dass  durch  die  zweite  der
dilemmatisch  bezeichneten  Richtungen  Anaxagoras  gemeint  ist,
und  dass  das  zweite  *  auf  Anaxagoras  sich  beziehende  Glied  des  Dilemma ­
  mit  r>  stdst  beginnt.  Hieraus  ergibt  sich  dann  ebenso  notliwendig,
  dass  nach  Gyr,p.a.Ti  oi  eine  Lücke  im  Texte  ist.  Wie  dieselbe
auszufüllen  sei,  lässt  sieb  freilich  nicht  mit  derselben  Evidenz  auffinden, ­
  wie  das  Vorhandensein  der  Lücke  an  sich.  Bedenkt  man
indess,  dass  Aristoteles  für  die  von  Demokritus  statuirten  Unterschiede
der  Atome  gern  die,  aus  den  Worten  des  Demokritus  in  seine  eigene
philosophische  Terminologie  übersetzten  Termini  oyj t p.xTi,  Txisi,
-S-igzi  vereinigt,  Pliys.  x  5.  188  a  23.  Gen.  et  corr.  x  1.  314  a  24.  2.
31  o  b  33.  Metaph.  A  4.  985  b  16,  so  dürfte  es  am  nächsten  liegen,
den  lückenhaften  Text  so  zu  ergänzen:  xxi  d  xTceipovg,  r t  ovrug
GiGnsp  Av/fjiöxjStrc?,  rd  piv  ysvog  l'v,  G-/f,p.xTi  di  (xxi  tx£si  xxi
Ssgs  i  oixfipoiiGxgy^  r<  siosi  di  xtpspcOaxg  r,  y.xi  svxvrixc.
Auch  derSatz,  welcher  sich  an  die  so  eben  behandelte  Stelle  zunächst ­
  anschliesst,  führt  in  Schwierigkeiten  der  Erklärung.  Er  lautet
im  Bekker’schen  Texte:  opoitoc;  di  £r,TGÜGi  y.xi  oi  rct  övra  (r,roOvTsg
7TGGX’  i£  (bv  7xp  TX  GVTX  EGT’.,  TipüJTGV  tr,TGVGl  TXVTX  ~GTSpGV  SV  T,
no'kXx,  xxi  ei  jioXax  ,  KenspXGpivx  i?  xr.sipx,  üigts  trjv  xpyrjv  xxi  rd
GTOrysXov  iLr,TGiiGi  nozspov  sv  r;  r.ofJ.x.
Diesem  Texte  entspricht  sowohl  die  lateinische  Übersetzung
des  Johannes  Argyropylus  als  die  deutsche  Prantl’s:  „In  gleicher
            
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