384
B o n i t z
psiv zag azi/xGug, rd di [j.r, o'.ayspstv [xovov zag anüpovg dpyäg
alla x«i ivocvziag sfvat, ou rpAvj|a.oxptrou [xövov Siaei önäp-■ypv
äXAä xat zr, ’Avafayopou, xoivüg ä[x<pozipaig äxodidaix£v.
Also, indem ein Dilemma aufgestellt wird, dessen Glieder nach
der Natur des Dilemma einander ausschliessen, soll das an
zweiter Stelle Bezeichnete beiden Glieder gemeinsam sein. Es ist
daher begreiflich, dass man, ohne weitere Berücksichtigung dieser
sonderbar ausgleichenden Ansicht des Simplicius, zu der Erklärung des
Themistius und Porphyrius zurückgekehrt ist. Wenigstens übersetzt
demgemäss, entsprechend derlnterpunction der Bekker’schen Ausgabe,
und ohne irgend auf eine Schwierigkeit hinzudeuten, Prantl: „wenn
aber in unbegrenzter Zahl, so entweder in dem Sinne wie Demokritus
sagt, dass sie nämlich von ein und derselben Gattung und nur der
Gestalt und Art nach verschieden sind, oder so dass sie von entgegensetzter
Gattung sind“. Aber diese Erklärung lässt sich als unzulässig
erweisen; auf zwei hiebei in Betracht kommende Puncte
weisen schon die Änderungen hin, welche Prantl sich veranlasst
gesehen hat, in seiner Übersetzung stillschweigend im Gegensätze
zu dem Wortlaute des Textes vorzunehmen. Fiir's erste hat Prantl das
xat vor ivavziag in seiner Übersetzung unterdrückt; natürlich, denn
wenn die beiden Glieder des Dilemma in dem Verhältnisse der gegenseitigen
Ausschliessung stehen, auf der einen Seite Wesensgleichheit
mit blosser Verschiedenheit der räumlichen Begrenzung und Verhältnisse,
auf der andern Wesensgegensatz, so kann dieses zweite
Glied nicht als ein steigernder Zusatz zu dem ersten Gliede durch ein
'auch’ 'xaf bezeichnet werden. Nur geht es freilich nicht an, dieses
xat im Texte ruhig zu belassen und in der Übersetzung zu verschweigen.
Ferner, wenn Prantl übersetzt: 'oder so, dass sie von
entgegensetzter Gattung sind’, so fügt er ein Wort hinzu, das im
Texte nicht steht, aber doch nicht entbehrt werden kann: denn da
als das Charakteristische der Demokritischen Philosophie die Wesensgleichheit
der Principien, zd yivog sv, angegeben ist, so muss man
dem Aristoteles die ungenügendste Art der logischen und sprachlichen
Darstellung zuschreiben, wenn nicht in dem entgegengesetzten Gliede
wieder eben von dem Wesen als einem ungleichen die Rede sein sollte.
Aber hierauf beschränken sich nicht einmal die Schwierigkeiten,
in welche die fragliche Erklärung verwickelt. Die Worte r, dosi
werden auf die Demokritische Ansicht von den Atomen bezogen, und