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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

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B  o  n  i  t  z

psiv  zag  azi/xGug,  rd  di  [j.r,  o'.ayspstv  [xovov  zag  anüpovg  dpyäg
alla  x«i  ivocvziag  sfvat,  ou  rpAvj|a.oxptrou  [xövov  Siaei  önäp-■ypv
  äXAä  xat  zr,  ’Avafayopou,  xoivüg  ä[x<pozipaig  äxodidaix£v.
  Also,  indem  ein  Dilemma  aufgestellt  wird,  dessen  Glieder  nach
der  Natur  des  Dilemma  einander  ausschliessen,  soll  das  an
zweiter  Stelle  Bezeichnete  beiden  Glieder  gemeinsam  sein.  Es  ist
daher  begreiflich,  dass  man,  ohne  weitere  Berücksichtigung  dieser
sonderbar  ausgleichenden  Ansicht  des  Simplicius,  zu  der  Erklärung  des
Themistius  und  Porphyrius  zurückgekehrt  ist.  Wenigstens  übersetzt
demgemäss,  entsprechend  derlnterpunction  der  Bekker’schen  Ausgabe,
und  ohne  irgend  auf  eine  Schwierigkeit  hinzudeuten,  Prantl:  „wenn
aber  in  unbegrenzter  Zahl,  so  entweder  in  dem  Sinne  wie  Demokritus
sagt,  dass  sie  nämlich  von  ein  und  derselben  Gattung  und  nur  der
Gestalt  und  Art  nach  verschieden  sind,  oder  so  dass  sie  von  entgegensetzter ­
  Gattung  sind“.  Aber  diese  Erklärung  lässt  sich  als  unzulässig ­
  erweisen;  auf  zwei  hiebei  in  Betracht  kommende  Puncte
weisen  schon  die  Änderungen  hin,  welche  Prantl  sich  veranlasst
gesehen  hat,  in  seiner  Übersetzung  stillschweigend  im  Gegensätze
zu  dem  Wortlaute  des  Textes  vorzunehmen.  Fiir's  erste  hat  Prantl  das
xat  vor  ivavziag  in  seiner  Übersetzung  unterdrückt;  natürlich,  denn
wenn  die  beiden  Glieder  des  Dilemma  in  dem  Verhältnisse  der  gegenseitigen ­
  Ausschliessung  stehen,  auf  der  einen  Seite  Wesensgleichheit
mit  blosser  Verschiedenheit  der  räumlichen  Begrenzung  und  Verhältnisse, ­
  auf  der  andern  Wesensgegensatz,  so  kann  dieses  zweite
Glied  nicht  als  ein  steigernder  Zusatz  zu  dem  ersten  Gliede  durch  ein
'auch’  'xaf  bezeichnet  werden.  Nur  geht  es  freilich  nicht  an,  dieses
xat  im  Texte  ruhig  zu  belassen  und  in  der  Übersetzung  zu  verschweigen. ­
  Ferner,  wenn  Prantl  übersetzt:  'oder  so,  dass  sie  von
entgegensetzter  Gattung  sind’,  so  fügt  er  ein  Wort  hinzu,  das  im
Texte  nicht  steht,  aber  doch  nicht  entbehrt  werden  kann:  denn  da
als  das  Charakteristische  der  Demokritischen  Philosophie  die  Wesensgleichheit ­
  der  Principien,  zd  yivog  sv,  angegeben  ist,  so  muss  man
dem  Aristoteles  die  ungenügendste  Art  der  logischen  und  sprachlichen
Darstellung  zuschreiben,  wenn  nicht  in  dem  entgegengesetzten  Gliede
wieder  eben  von  dem  Wesen  als  einem  ungleichen  die  Rede  sein  sollte.
Aber  hierauf  beschränken  sich  nicht  einmal  die  Schwierigkeiten,
in  welche  die  fragliche  Erklärung  verwickelt.  Die  Worte  r,  dosi
werden  auf  die  Demokritische  Ansicht  von  den  Atomen  bezogen,  und
            
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