Aristotelische Studien.
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der ihm vorliegenden Entwicklung der Philosophie nicht vertreten;
die Annahme einer Mehrheit von Principien hat überhaupt nur eine
Bedeutung, wenn den mehreren ein Verhältniss zu einander und eine
Einwirkung auf einander, also eine Bewegung im allgemeinsten
Sinne dieses Wortes zugeschrieben wird; überdies widerlegt Aristoteles
die Möglichkeit der Annahme eines einheitlichen unbeweglichen
Principes in der Weise, dass das Gleiche auch für eine Mehrheit
von Principien gilt. (Ähnliches bemerken Alexander und Simplicius,
Simpl, f. 9 6). Als Beispiel für eine begrenzte Anzahl von Principien
erwähnt Aristoteles, dass man deren zwei, drei, vier, oder
sonst eine bestimmte Anzahl voraussetze. Durch die vier Principien
ist unverkennbar Empedokles bezeichnet (Phys. a 4. 187 a 26); inwiefern
sich in manchen Philosophien die Voraussetzung von zwei und
von drei Principien linden lässt, wird im weiteren Verfolge des ersten
Buches der Physik erörtert. Von der entgegengesetzten Voraussetzung
sodann, der einer unbegrenzten Zahl von Principien, sagt Aristoteles:
xai ei dneipovg, r, ouzug &Gizep Ar t p.6y.pizog, zo yevog iv, ayr,p.a.zi öl
f, stost §ta<j>epovaag, r, y.ai ivavztag.
Dass unter den beiden hier bezeichnten Richtungen, welche
die Annahme einer unbegrenzten Vielheit von Principien einschlagen
könne, ausser der von Aristoteles ausdrücklich genannten Philosophie
des Demokritus die des Anaxagoras gemeint ist, bietet sich jedem
Leser des Aristoteles auf den ersten Blick als unzweifelhaft dar.
Denn entsprechend den eigenen Worten des Anaxagoras (ip.oO xavza.
ypr,ij.aza , i~.ti.pc/. y.ai KAf,Stog y.ai Gp.iy.p0~r,za fr. 1 Mullacll),
bezeichnet Aristoteles regelmässig die unbegrenzte Zahl der Principien
als charakteristisches Merkmal der Anaxagoreischen Philosophie,
'Avaiiayöpag dneipovg eivai cpr,oi zag dpyag Metaph. A 3. 984 ct
13, vgl. Phys. a 4. 187 b 4, 10 u. a. Und während in dieser Hinsicht
Anaxagoras und Demokritus übereinstimmen, so stehen sie in
ihren Annahmen über die Wesenheit jener Principien in vollem
Gegensätze zu einander. Die Atome des Demokritus sind einander
vollkommen wesensgleich, sie sind nichts weiter, als Raumerfüllung,
azepem im Gegensätze von xevöv, sie selbst unterscheiden sich also
nur durch räumliche Unterschiede, Gestalt, Stellung, Lage zu einander
(Gyj,p.uzi, Sion, zagst. Metaph. A 4. 983 b 13). Die ypr,p.aza.,
GKippaza. die Principien des Anaxagoras, sind unter ein oder wesensverschieden,
y.ai iöiag nayzoiag iyjnzot xai r,öovdg Anax. fr. 3, är.upa