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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

Aristotelische  Studien.

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ypaixiJ.fr,  Aristoteles  bezeichnet  nun  diesen  Fall  der  Prädicirung  als
ein  y.a.r  avrö,  weil  wir  den  Begriff  gerad  und  rund  nicht  definiren
können,  ohne  in  den  Inhalt  dieses  Begriffes  den  Begriff  Linie  aufzunehmen, ­
  iv  rtö  ),6yw  rw  Aiyovzi  zi  iaziv  sti-Jo  y.ai  ri  iazi  xspiipspig
ivxr.dp-yv.  ypa\).\)d t .  Das  gleiche  gilt  von  den  Merkmalen  gerade  ungerade, ­
  unzerlegbar  zerlegbar  in  Factoren  (jzpäizav,  abvSxzzov),
zerlegbar  in  gleiche  und  ungleiche  Factoren  (iaönXzvpov,  izspiixrr.sg)
im  Verhältnisse  zu  dem  Begriffe  Zahl.  Als  Prädicate  eines  Begriffes
■/.ab'  a-jrö  werden  also  diejenigen  artbildenden  Differenzen  bezeichnet, ­
  in  deren  Definition  jener  Begriff,  dessen  Umfang  sie  dem  Wesen
entsprechend  gliedern  sollen,  als  Merkmal  aufgenommen  werden
muss,  äaiov  avixßsßr/xöztov  not  riv  liyav  dixodloovztg  rd  bnov.si[xzva.
auzoig  an  rptAv.ijxira  iv  rü  Xoyw,  wie  Themistius  sagt  Schob  203
a  42,  oder  mit  Philoponus  zavza  liyco  va.S'  avzd  rüv  iv  d'/loig  zi
sfvai  iyovzwv,  £aa)v  iv  zeig  ipia/xoTg  zd  ■jxcy.ei[xsva  ocuztüv  -xoa/.au.-ßävszai
  ebend.  b  8.  —  Vergleichen  wir  nun  den  sprachlichen  Ausdruck ­
  des  erläuternden  Beispieles  und  der  allgemeinen  Definition,
und  nehmen  überdies  die  Beobachtung  des  constanten  Sprachgebrauches ­
  des  Aristoteles  hinzu,  so  ergibt  sich,  dass  ein  Wort  der
Definition  ein  kleines,  bisher  von  den  Herausgebern,  so  viel  mir  bekannt ­
  ist,  nicht  bemerktes  Verderbniss  erfahren  hat.  Nämlich
bizapyuv  iv  zivi,  öx&pyßiv  iv  zf>  zi  iaziv,  iv  vadpyjiv  zä)  zi  iaziv,
iv-jTcapyuv  iv  zü  zi  iazi  heisst:  in  dem  Inhalte  eines  Begriffes  als
dessen  Merkmal  enthalten  sein;  dagegen  ist  ivadpyuv  zivi  gleichbedeutend ­
  mit  y.az-nyopsxad-ai  v.azd  zivog,  älvSsiisaSou  vazd  zivog,
sxeaSai  zivi  An.  pr.  a  4.  2G  a  2,  5,  8,  24,  b  33,  37  28.  44  a  18,  13.
37.  49  a  6.  Dem  entsprechend  heisst  es  in  dem  erläuternden  Beispiel
zu  y.ar  aiizi  in  der  zweiten  Bedeutung  zi  un  dpy  ii  zf,  ypoqx-[xf,
  hingegen  r,  ypcoxu.r,  i  v  v  -  d  p  y  •  i  iv  rä  /.oyo)  zä)  Xiyovzi  zi  iaziv
zjÄjO,  oder  cc  22.  84  a  14.  olov  zä>  dpi~j\jm  zi  xsptzzov  (nämlich  y.ar
aitzi  Aiyszai),  £  -’jr.d.py  11  ixiv  dpirp.ä),  iv  v  r.  d.  pyy.i  o'aiizdg  6
dpiÄzfxög  iv  ziti  ),äyo>  avzev.  Ebenso  muss  nun  auch  in  der  Definition
statt  oaoig  zöiv  kvvnxpy/ivzojv  avzoig  geschrieben  gewesen  sein
oaoig  zöjv  -jjzapypövzojv  avzoig  avzd  iv  zä)  Aoya>  ivvndpyovai  zä)
zi  iazi  qt,aovvzi,  d.  h.  diejenigen  Prädicate,  in  deren  Definition  die
Subjecte  selbst,  denen  sie  als  Prädicate  beigelegt  werden,  ein  Merkmal ­
  bilden.  —  Der  gleiche  Fehler,  dass  ein  iv  fälschlich  zugesetzt
und  dadurch  das  logische  Verhältnis  geradezu  umgekehrt  worden
            
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