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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

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Pfeiffer

gedrungen  zu  sehen,  kann  daher  nicht  überraschen.  Wir  finden  17.
in  musa,  in  trancha,  19.  in  slii/fa,  38.  deonosta,  CS.  upila;  ferner
39.  za  generienna.  Auch  im  Acc.  pi.  der  Adjectiva  waltet  es:  39.
suntigä,  S7.  mind  gadanchd,  ja  diese  volksmässige,  den  südöstlichen ­
  Mundarten  eigene  Aussprache  hat  sogar,  wie  im  Wiener
Hundesegen  (MS.  Denkm.  Nr.  IV.  3,2:  Christas)  und  im  Klosterneuburger
  Gehet  (ebd.  Nr.  LXXXIII,  7:  dinas  bluotas),  den  Gen.  sg.
ergriffen:  41.  cotas  sun.  Nur  ein  einziges  Mal  bietet  B  im  Dat.  e:  dinemo
  scalhe  SO.  Umgekehrt  folgt  A  streng  und  ausnahmslos  der  alten
Regel:  muose,  tranclie,  sldffc,  rihe  31  (fehlt  in  B),  dionoste,  scalhe
(SO.  63)  upile,  za  ganerienne,  suntige,  cotes.
Die  Genitive  pl.  der  Masc.,  Fern,  und  Neutra  der  1.  st.  Deel.,
die  in  beiden  übereinstimmend  sind,  geben  zu  keinen  Bemerkungen
Anlass;  sie  lauten  durchaus  regelmässig:  uuortd,  unerchjß  6,
kadancchö  7,  lukind  13,  suntönö  3.  (A  24),  kyriddno  13,  huorond
IS.  kandddnd  81  (A).  Um  so  bemerkenswerther  ist  die  nur  in  den
ältesten  Quellen  noch  vorkommende  Form  des  Gen.  pl.  der  Feminina
2.  st.  Deel,  auf  eo:  missatdted  3,  meinsuuarted  12,  firinlusted  16.
Nur  das  erste  dieser  Worte,  missatdted,  hat  B  aus  der  altern  Vorlage
unverändert  herübergenommen,  die  beiden  andern  aber  bereits  zu  o,
meinsuertd  und  firinlusto,  abgeschwächt.  Ob  auch  das  beiden
gemeinsame  fizusheito  14  als  eine  spätere  Schwächung  zu  betrachten ­
  ist,  bleibt  zweifelhaft,  da  neben  dem  Fern,  heit  auch  ein
Masc.  erscheint,  z.  B.  bei  Isidor  neben  gen.  pl.  heideo  7“,  6.  S b ,  18.
auch  heidd  S a ,  IS.  ll a ,  6  und  der  Nom.  pl.  lieidä  11%  8.  (vgl.  Graff
4,  808).  Die  Zusammensetzungen  mit  -heit  scheinen  freilich  durchaus
Feminina  zu  sein  (vgl.  Gramm.  2,  642).
Beim  Dativ  pl.  hat  A  zwar  nicht  mehr  das  auslautende  m,  aber
doch  noch  den  alten  Vocal  festgehalten:  fora  dinen  augon  21,
während  B  schon  die  jüngere  Form  ougun  aufweist  (vgl.  die  Anmerkung ­
  zu  36).
Weit  merkwürdiger  als  die  eben  besprochenen  Formen  ist  die
im  Althochdeutschen  überaus  seltene,  nur  in  den  allerältesten  Quellen
vorkommende  schwache  Endung  der  Adjectiva  (und  des  adjectivisch
declinierten  Part,  prses.)  auf  i,  nämlich  -eo  (=  goth.  -ja).  In  A
begegnet  sie  uns  zweimal:  alles  uualtenteo  trohtin  27  und  miltco
trohtin  S2.  An  ersterer  Stelle  setzt  B  das  spätere  uualtanto,  die
zweite  fehlt.  Jene  schwache  Form  des  adjectivisch  gebrauchten  Part.
            
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