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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

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B  o  u  i  t  l

diese  Handschriften  auch  von  den  fast  unvermeidlichen  Fehlern  des
Ahschreibens  frei  seien;  Versehen  z.  B.  im  Setzen  oder  Auslassen
des  Artikels,  in  Wiederholung  desselben  Wortes  oder  im  Auslassen
eines  oder  mehrerer  Worte  in  Folge  gleichen  Anfanges  oder  Endes
finden  sich  überall,  und  in  den  aristotelischen  Schriften  in  dem  Masse
häufiger,  als  gerade  zu  solchen  Versehen  der  Anlass  reichlicher  geboten
war.  Viele  derartige  Entstellungen  der  ursprünglichen  Textesgestalt
bleiben  uns  gewiss  verborgen,  insoweit  das  Setzen  oder  Weglassen
weder  den  Sinn  beeinträchtigt,  noch  dem  Sprachgebrauche  des  Schriftstellers ­
  widerspricht;  wo  indessen  eine  dieser  beiden  Folgen  eintritt,
können  wir  noch  mit  hinlänglicher  Sicherheit  aus  der  fehlerhaften
Überlieferung  die  ursprüngliche  Form  des  Textes  erschliessen.  Dass
einige  bisher  übersehene  Stellen  mit  diesen  an  sieh  und  vollends  für
jeden  Kenner  des  aristotelischen  Textes  unbedenklichen  Mitteln  zu
emendiren  sind,  will  ich  im  Folgenden  zu  zeigen  versuchen.
Top.  7  3.  118  6  19.  Zur  Entscheidung  der  Frage,  welcher  unter
zwei  Gegenständen  der  Wahl  den  Vorzug  verdient,  ndztpov  aipszthzepov,
  welcher  das  grössere  Gut  ist,  lässt  sich  der  allgemeine  Grundsatz ­
  der  Grössenlehre  zur  Anwendung  bringen:  grösser  ist,  was  derselben ­
  Grösse  zugefügt  eine  grössere  Summe,  oder  von  derselben
Grösse  hinweggenommen  einen  kleineren  Rest  ergibt:  sn  £x  zrjg  npoa-Siosug
  (nämlich  ost  oxokeZv  xdzspcv  atpsrcorspov),  d  zü>  avzü>
JZpO<jZtSsp.E'JGV  «  ZO  oilov  alpEZdlZSpGV  TICLSZ.  .OpLOIW?  0£  XXL  EX  Zrjg
dpaipeijSüjg  •  ov  ydp  dtpatped’ivzog  and  zgv  aözov  zd  ’Xetndp.EVOV  tkazzov,
  ixsZvo  p.d£ov  av  sw,  dndzE  zd  )>Etnöp.evov  ekazzov  tzoiei.  Die
Worte  dnozs  —  nouZ  würde  man,  wenn  sie  fehlten,  nicht  vermissen, ­
  da  in  dem  Vorausgehenden  das  Kriterium  des  atpEz&zepov  für
den  Fall  der  dfaipsatg  bereits  ebenso  vollständig  angegeben  ist,  als
vorher  für  den  entsprechenden  Fall  der  npooSsatg  durch  die  Worte
Et  zSi  avzip  npoazi3-£p.£vdv  zt  zd  okov  aipszchzEpov  noteZ.  Aus  dieser
unleugbaren  Entbehrlichkeit  der  Worte  einen  Verdacht  gegen  ihre
Echtheit  herleiten  wollen,  hiesse  nur  jene  Manier  des  erklärenden
Wiederholens  verkennen,  die  sich  bei  Aristoteles  neben  grossen  Abkürzungen ­
  des  Ausdruckes  sehr  häufig,  und  nicht  etwa  blos  in  einer  so
populären  Schrift,  wie  die  Topikist,  findet.  Vgl.  Vahlen,  Beiträge  zu
Aristoteles  Poetik  II.  S.  72  Aber  eine  Zeitbestimmung,  wie  dndzs
sie  enthält,  ist  dem  hier  auszudrückenden  Gedanken  vollkommen
fremd;  selbst  die  Causalbedeutung,  in  welcher  J.  Pacius  und
            
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