Die Kosenatnen (lei* Germanen.
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1. Durch Ekthlipsis von Consonanten sind bei den oberdeutschen
Stämmen sehr selten und nicht vor dem neunten Jahrhundert nachgewiesen,
häufiger sind sie bei den niederdeutschen Stämmen, in
Spanien und im südlichen Frankreich, doch kaum vor dem eilften
Jahrhundert. Im westlichen Deutschland haben sie sich im vierzehnten
Jahrhundert zahlreicher entwickelt.
2. Verkürzungen durch Apokope der Ableitungssylbe sehen wir
hei den Langobarden, doch nur vereinzelt, schon im sechsten, in
Oberdeutschland im achten, bei den Sachsen im neunten Jahrhundert.
3. Verkürzungen durch Ekthlipsis des auslautenden Wurzelconsonanten
sind bei den Westgothen in Spanien im sechsten, bei
den Westfranken im siebenten, in Oberdeutschland im achten, bei
den Angelsachsen im neunten Jahrhundert nachgewiesen.
Syncope des den verkleinernden Consonanten begleitenden i
zeigt sich im neunten Jahrhundert vor l und k, doch schon im achten
vor 2. Nach dem zehnten Jahrhundert greift diese Syncope vor letzterem
Consonanten mehr um sich.
Wurzelhafter auslautender Dental schwindet vor verkleinerndem
* bereits in Namen des achten Jahrhunderts. Zahlreichere Belege
dafür bietet aber das zehnte Jahrhundert.
Deminutiva mit 2 aus einstämmigen, durch Assimilation veränderten
Namen begegnen im neunten Jahrhundert.
Ekthlipsis eines Kehllautes in Deminutiven mit 2 ( Wizo = Wigizo)
finden wir schon im achten Jahrhundert, Ekthlipsis des l, r und v
im zehnten Jahrhundert, die des n erst später.
Die wiederholte Verkleinerung ist nur zulässig bei den Deminutiven
mit 2 und geschieht durch l im achten Jahrhundert, zahlreich
erst im eilften, durch k im zehnten, durch t sehr selten und im neunten
Jahrhundert.
Dafür, dass ein mit l gebildetes Deminutiv weiter durch Je und
-in verkleinert w r erden kann, liegen als Belege vor nur Rolelce —
Rudolf (vgl. Rollo = Rodilo — Rudolf), dann RoleJcin und Rulin.
Luclcele f., a. 1398. Baur. Urkdb. des Kl. Arnsb. n. 1122 zeigt
Luclte = Ludike, die verkürzte Deminution durch lc, abermals durch
l verkleinert.
Sitz},, d. pliil.-hist. CI. LII. Bd. II. Ilft.
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