Die Kosenamen der Germanen.
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Hiermit verlassen wir die Kürzungen der mit k gebildeten Deminutiva
und wenden uns jenen zu, die an den mit t (d) und z gebildeten
Verkleinerungen bemerkbar sind.
Von den ersteren ist nur
Jutta — Jiulita, s®c. 12. Cod. trad. Claustroneob. n. 365 und
281 hervorzuheben.
Zweifelhaft erscheint mir Bride f., s®c. 12 —13. Liber vitae
78, 2; denn Brigida 1. c. 49, 2, aus dem durch Ekthlipse des Kehllautes
Bride entstanden ist, halte ich nicht für eine mit d gebildete
Deminutivform, sondern entstanden aus Brilitgyd durch Ekthlipse
des ht im anlautenden Stamme. Vgl. Berctgytli f., ssec. 9. Liber
vit® 3, 2; Berlitgid 1. c. 4, 3; Briht (dux), a. 684. Chron. Sax.;
Brihtric (westsächs. König), a. 784. 1. c. Brihteh (d. i. Brihtheah)
Wigorn. ep. a. 1038. 1. c.; Cudbrylit, a. 758. I. c. Oder sollte Brigida
= Brig-gida zu fassen und mit 'den angelsächsischen Namen
Bregowin und Bregulf, saec. 8. Bonif. ep. 130 und 147 zu angels. brego
(rex, princeps) zu stellen oder aber als keltischer Name zu fassen sein?
3. Verkürzung der mit z gebildeten Deminutiva.
Bei den Deminutiven mit z treten dieselben Verkürzungen ein,
die hei den durch l und k gebildeten bemerkbar wurden.
a) Für das Schwinden des i, welches das verkleinernde * begleitet,
zeugen:
Reginzo = Regimbertus, a. 959. Lupo 2, 247, dann in weiterer
Verkürzung
Reinzo — Raynaldus (comes), a. 1016. Thietm. chron. 7, 32.
Pertz Mon. 5, 851, 11; a. 957. Gesta episc. Camerac. 1, 94 1. c.
9, 439, 39; Renzo, a. 1073. Lupo 2, 691.
Erminza = Ermengarda: „Henricus vir Ermengardae Erminz®
nobilis femin®“, s®c. 10. Mittor. Ann. Camald. 1 I. 3 c. 26 p. 110.
Rihza—Rikardis de Missowe, s®c. 12. Cod. trad. Claustroneob.
n. 224 und 605.
Henzo = Hinricus Hoppe, a. 1282 — 85. Cod. dipl. Lubec. 2
n. 64 p. 50; a. 1292. 1. c. n. 116 B. p. 941.
Ilence = Henricus de Meppen, a. 1259. 1. c. n. 31p. 25 und 24
Cunzo, s®c. 8. Meichlb. n. 192; Chunza f., Klosterneub. Todtenb.
9. kal. Jan. Archiv 7, 301 = Cunizo; Chuniza.