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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

zu  sein.  In  gleicher  Weise  verkürzt  ist  spanisch  Diego  (Conimbrens.
ep.  a.  013—922)  aus  Didacus.  Vergl.  Esp.  sagr,  14,  86  fg.
Ililcke  f.,  bei  Seger;  Hilca,  ssec.  12.  Mon.  Garsens.  n.  37.  Mon.
b.  1,  27;  Ilillekc  f.,  a.  1291.  Cod.  dipl.  Lubec.  2  n.  82.  Vergl.  Hille  f.
bei  Seger;  Heiligerd  f.,  ssec.  10.  Calend.  Merseb.  Oct.  Durch  weitere
Syncope  des  l  entsteht  Iliclco  m.,  Hycct  f.  in  Leibnitz.  Collect,  etym.;
IIicke  m.  bei  Seger.  Zu  scheiden  von  Hilca,  Hilke  ist  romanisch
Ililtga  f.,  ssec.  8.  Polypt.  Irm.  114,  296  =  Hildia  f.,  a.  774.  Trad.
Wizenb.  n.  61.  Vergl.  auch  Godgia  f.,  a.  1046.  Pub.  1  n.  18  p.  213
u.  v.  a.  derartige  Bildungen.
Nanke  m.,  a.  1420.  Fries.  Arch.  1,  132;  Dammo  Nanke,  a.  1445.
Baur.  Urk.  des  Kl.  Arnsburg  n.  43.  Vergl.Nanneke;  Nanne,  a.  1542.
J.  c.  p.  417;  425;  Nendicho,  c.  a.  817.  Dronke  n.  344;  Nanniclia
f.,  a.  1049.  Neer.  Fuld.
In  anderer  Weise  erfolgt  bei  den  durch  k  gebildeten  Deminutiven ­
  die  Verkürzung,  wenn  der  im  Stamme  auslautende  Consonant
ein  Kehllaut  ist.  In  diesem  Falle  schwindet  letzterer  und  bleibt  der
das  verkleinernde  k  begleitende  Vocal  haften,  gerade  so  wie  bei  den
vorher  erwähnten,  mit  l  gebildeten  Deminutiven.  Und  so  erklären
sich  die  sächsischen  Namen:
Aiko  9;  Biilco  8;  Daiko  5;  Haiko  7;  Hoiko  8  bei  Crecel.  1,
ssec.  10;  Mayco,  ssec.  9.  Wigd.  Trad.  Corb.  242  aus  Agiko;  Bikiko,
Dagiko,  Hagiko,  Holdko,  Magico  und  wahrscheinlich  auch  Deiko
ssec.  10.  Frek.  Heber.;  Teico  bei  Goldast  2,  108.
Die  hier  erscheinende  Erweichung  und  Ekthlipsis  des  Kehllautes
haben  wir  übrigens  auch  bei  mehreren  einfachen  Namensstämmen
schon  zu  bemerken  Gelegenheit  gehabt.
Und  sollten  nicht  auch  die  friesischen  Namen  Boyko  Osing,
a.  1428.  Fries.  Arch.  2,  351  und  Boio,  ssec.  10.  Crecel.  1,  23;  Boijo,
a.  1489.  Ubbo  Emm.  1.  29  p.  456  hieher  gehören  und  durch  ahd.
pouc,  nordfries.  boey  (Outzen  Gl.  29)  ihre  Erklärung  finden?  Mit
dieser  Annahme  würde  die  Unsicherheit  schwinden,  die  bis  jetzt  allen
Deutungsversuchen  bezüglich  des  Namens  Boinck  (fries.  Häuptling),
a.  1356.  Egger.  Ben.  I.  1  c.  145  anhaftete 1 ).

J )  Outzen  denkt  S.  425  hierbei  an  nordfries.  boyng,  Bauer,  Landmann,  bei  den  Ostfrieseu
  „junger  Herr,  Junker,  Prinz“.  Allein  dieses  boyng  konnte  wohl  schon  in
alter  Zeit  eine  Standesbezeichnung,  nicht  aber  ein  Name  sein.
            
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