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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

316

Stark

clipl.  Fuld.  n.  44;  Neribrant,  a.  789.  Dronke.  Trad.  et  antiq.  Fuld.
p.  165  c.  4  u.  a.
Es  ist  aber  auch  möglich,  dass  Harco,  Uerco  aus  Hardiko,
Herdiko  verkürzt  ist..  So  wenigstens  muss  die  Variante  Herke  gedeutet ­
  werden,  die  nach  Outzen  435  sich  neben  Heerthe  findet,  dem
Namen  einer  friesischen  Sibylle,  welche  im  Jahre  1400  gelebt  hat
Lidke,  a.  1428.  Oldenb.  Lagerb.  Fries.  Arch.  1,  463;  Liudiko,
säe.  10.  Crecel.  1,  18;  Liidike,  Lüddike  in  Outzen’s  Gl.  441  =
Ludwig,  Ludolf  u.  dgl.  Vergl.  bei  Crecel.  1  stec.  10.  Liudbad  17:
Liudbcdd  27;  Liudgod  28;  Liudger  17;  Liudward  16;  Liudidf  IS.
Mit  Ektldipse  des  t  Lükke  f.,  sau;.  14.  Cod.  dipl.  Lubec.  2  n.  1099
d.  i.  wahrscheinlich  Liudgerd,  Friesisch  ist  auch  die  einfache  Verkürzung ­
  Ludde,  Lüdde,  Lüt,  doch  Liitel  in  Outzen’s  Gl.  441  ist
=  Lütelt  (Liutold)  mit  apocopirtem  t.
Metke  f.,  a.  1428.  Fries.  Arch.  1.  471  =  Mechtild.
Reitke  und  Heike  m.  bei  Seger.  Dieser  Name  erklärt  sich  durch
altfries.  hreid,  reid  (Rohr),  neufries.  und  nordfries.  reyd  (Richth.
828),  in  der  Bedeutung  „Pfeil“.  Vergl.  Hriatthrud  f.,  a.  796.
Lacomhl.  n.  6;  Reodolt,  a.  8SS.  Häusl,  n.  122;  Riedidfus,  a.  893.
Beyer  1  n.  13S  p.  171;  Chriotger,  a.  790.  Trad.  Wizenh.  n.  219  ;
Wulfried,  saec.  9.  Wigd.  Trad.  Corb.  376;  Reudo,  saec.  8.  Polypt.
Irm.  7,  7;  Reatila  (mancip.)  f.,  a.  744.  Neug.  n.  13.
Skeltko  Roorda,  a.  14S6.  Ubbo  Emm.  1.  2S  p.  380;  Scelto  in
Outzen’s  Gl.  449;  Sippo  Sceltumu,  a.  1473.  Ubbo  Em.  1.  28  p.425;
Jacobus  Sceltinga  a.  1413.  1.  c.  1.  17  p.  2S8.  Da  die  auseinander
zu  haltenden  ahd.  Stämme  seilt  und  scult,  welche  beide  zur  Bildung
germanischer  Namen  verwendet  erscheinen,  altfries.  sceld,  neufries.
schild  heissen,  so  wage  ich  nicht  zu  bestimmen,  ob  Scelto  von  Scolto
(saec.  3.  ante  Chr.  bei  Suffrid.  de  script.  Frisiae  dec.  1.  c.  2;  Nicolaus
Sculto,  a.  1469.  Ubbo  Emm.  1.  26  p.  396)  zu  scheiden  oder  mit  ihm
identisch  und  nur  dialektisch  getrennt  ist.
Tatke  m.,  und  der  verkürzte  Frauenname  Take  bei  Seger.  Vergl.
Tadike  f.  1.  c.;  Tcidaco;  Tado,  saec.  10.  Crecel.  1,  14.  Lübben  stellt
in  Haupt’s  Z.  10,  300  diese  Namen  zu  thiud;  allein  kann  altes  in
neufriesisch  a  werden?  Mir  ist  ein  diese  Ansicht  stützender  Beleg
nicht  bekannt.  Tado,  Tadako  lassen  vielmehr  einen  Stamm  tad  —
ahd.  zat  vermuthen;  dem  friesischen  Tado  entspricht  auch  vollkommen
ahd.  Zato,  saec.  9.  Meichlb.  n.  515.
            
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