300
Stark
Sigizo = Sigifridus (Pratali© abbas ab a. 1008—1043).
a. 1008. Mittar. 1 n. 78 und App. pag. 384 De vet. conv. ■§. 25;
Winizo = Winifredus, a. 985. Lupe 2, 381;
Guinizo = Guinibaldus, a. 984. Fantuzzi 2 n. 64, und der
schon anfangs erwähnte Name Gi'imizo =■ Theudgrim.
Hier kommen auch in Betrachtung Skarenza f., ssec. 9. Verbr.
v. St. P. 47, 41; Adelinza f., a. 955. Beyer 1 n. 199; Liubinzo,
a. 963. Neug. n. 749; Ruodinzo, a. 987. Neer. Fuld. Dr. c. 7;
Lorinzo bei Goldast 2, 103 '); Slaugenzo 1. c. 108; Gislincio,
a. 1103. Lupo 2, 842; Ricliinzo, a. 1160. Cod. Lauresh. n. 136 u. a.
mit eingeschohenem euphonischen n. Ihnen reiht sich noch an Strinzo
(manc.) a. 883. Dronke n. 115, verkürzt aus Strihinzo.
c) Es gibt aber auch Erweiterungen der hypokoristischen Namen
durch n, so:
Bertinus — Bertrandus, a. 1187. Perard p. 336; 337;
Felinus — Felmirus (Ocens. ep.), smc. 9. Esp. sagr. 26, 78 2 );
Hildinus — Hildwinus (Virdun. ep.), f a. 847. Ann. Sti Viet.
Virdun. Pertz Mon. 12, 525, 48; Series chronol. episc. Virdun.
n. 27. Scliann. Vindem, litter. 2 p. 100 s).
Diese Formen zeigen ein in den Nominativ gedrungenes
flexivisches n und sind somit den bereits erwähnten mit i gebildeten
Deminutiven oder auch den einfachen Verkürzungen gleich zu erachten.
Nebenformen dieser Bildungen sind die vorzugsweise im Polyptychum
Irminonis verzeichneten, auf -ismus (d. i. imus = inus)
1) Vgl. Lorenxenuilare, saec. 9. Polypt. Edelini n. 275 neben Lorizcnwilre n. 160
(Trad. Wizenb.); Laurus (Pacens. ep.) a.597. Conc. Tolet.; Lora f.,a. 1276. Quellen
z. Gesch. d. St. Köln 1 p. 326.
2 ) Das Chron. Albeld. Esp. sagr. 10, 437 verzeichnet neben Felmirus die Variante
Feie d. i. Fili.
3 ) Vgl. auch Vi<jcn Variante zu Viffferd (ep.) a. 833. Chron. Sax., dann Bccano (so
ändere ich das im Druck erscheinende Rocano) = Rccaredo, ssec. 10. Esp. sagr. 17,
64. Auch hier hat n den gleichen Ursprung , und Recano ist =Reca wie Jordanes,
Jordanus = Jorda. So wird noch im Jahre 1183 im Cartul. Sti Vict. n. 1111 ein
Mönch jenes Marseiller Klosters genannt. Nebenbei bemerke ich, dass Jornandes
meiner Ansicht nach nicht =aEl)urnand, sondern =Jordnand sei. — Hier finden
auch ihre Erklärung Funsinus s Sandinus a. 969. Esp. sagr. 18, 339; Muninus,
saec. 11.1. c. 19, 392; Nonninus (abb.) a. 1071, 1. c, 17, 230 und ähnliche Bildungen.