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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

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Stark

flectierenden  Männernamen  und  der  stark  tlectierende  Frauenname
Pyri,  ähnlich  den  übrigen  germanischen  Namen,  Deminntivbildungen
sind,  vermag  ich  nicht  zu  entscheiden.
Dieses  verkleinernde  i,  das  in  den  Kosenamen  Rudi,  Ricki,
dann  bei  den  Engländern  in  Billy,  Winny  u.  dgl.  noch  heute  fortlebt, ­
  erscheint  oft  verhüllt  durch  s  oder  durch  die  Vocale  n  und  o:
letzteres  um  das  Geschlecht  hervorzuheben.
Angefügtes  s  zeigen  die  romanischen  Formen:
Fortis  (Astoricens.  ep.)  a.  922.  Esp.  sagr.  14,  384;
Fortes,  a.  947.  Marca  liisp.  n.  84
neben  Forti  bei  Goldast  2,  99  und  Forte,  a.  881.  Blasi.  Series  principum.
  n.  93,  vielleicht  auch
'Papis  (Tochter  des  Chattenfürsten  Ooxpoyipog  *),  saec.  1.
Strabo  7,  1;
Amis  f.,  saec.  9.  Polypt.  Rem.  72,  40.
Ob  Bilis,  saec.  9.  Wigd.  Trad.  Corb.  238;
Leubis,  a.  863.  Dronke  n.  586;
Weris,  c.  a.  817.  Dronke  n.  351;
Hiklis  f.,  saec.  8.  Cod.  Lauresh.  n.  931
gleichfalls  als  Deminutiva  auf  i  zu  fassen  sind,  wage  ich  nicht  zu
bestimmen.  Für  gewiss  aber  halte  ich,  dass  in  diesen  Namen  das
auslautende  s  nicht  die  Stelle  des  verkleinernden  *  vertritt.  Solches  s
findet  sich  in  deutschen  Namen  erst  später,  insbesondere  im  Codex
Hirsaugiensis  und  im  Necrol.  Augiae  majoris.
a  und  o  im  Anschlüsse  an  das  verkleinernde  i  bieten  imVerbr.
v.  St.  PeterHiltea  f.,  saec.?  65,46;  Sanktf.,  saec.8.p.42,20;  Hrodio,
saec.  8.  p.  84,  47;  vielleicht  auch  Vangio,  saec.  1,  Tac.  ann.  12,  29;
Agio,  saec.  4.  Paul.  diac.  41,  52;  Maiulio  (comes,  Francus),  saec.  4.
Amm.  Marcell.  15,  6,  4;  Lamissio,  saec.  5.  Paul.  diac.  1,  15;  Ursio,
saec.  5.  Greg.  Tur.  6,  4  u.  a.,  falls  nicht  -io  nur  romanische  Form
ist.  Latinisirt  erhalten  die  Masculina  den  Auslaut  -  ins,  wie  ags.
Durius  (comes)  saec.  11.  Kemble.  4  n.  962  u.  v.  a.
Die  Deminution  durch  i  erscheint  aber  nicht  Idos  bei  den  einfachen ­
  Verkürzungen,  sondern  bei  allen  Formen,  welche  sich  aus

i)  Bei  Tacitus,  Ann.  11,16  ‘Acdunerus  mit  der  Variante  Calumerus  (d.i.  Hathumerus),
welche  ich  für  die  richtige  germanische  Form  jenes  Namens  halte.  Den  Beweis
dafür  werde  ich  an  anderem  Orte  bringen.
            
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