Die Kosenamen der Germanen.
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Meina f., ssec. 10. Günther n. 31. Auch Manila (Eliberit. ep.), a. 894.
im Catal. Emil. Esp. sagr. 12 p. 104 mit der Variante Maxila im
Catal. de Granada 1. c. stelle ich hieher. Letztere Form ist spanisch
und steht für germanisch Magila. Vgl. 1. c. Exila mit der Variante
Egila (Eliberit. ep. a. 785.), dann Onexildus (diac.), a. 916. Esp.
sagr. 16, 429 = Onegildus >)■ Diese Form findet sich 1. c. 18, 31 ö
a. 877.
hraban — Ramgerus, a. 807. Trad. Wizenb. n. 201; Chramnethrudis
f., a. 690. Pard. n. 413; Ramo, a. 767. Cod. Lauresh. n. 302.
agis —Eisbern, smc. 10. Eberh. c. 7 n. 65; Eispreht 1. c. c. 8
n. 25; Eyse f., ssbc. 9. Wigd. Trad. Corb. 427*); Eso 1. c. 243.
Ferner stelle ich in Übereinstimmung mit Dietrich (Aussprache
des Gothischen p. 31) auch athan- hieher; seine Verkürzung zu an
in gothischen Namen ist wahrscheinlich. Vgl. Anagildus, a. 888.
Esp. sagr. 28 p. 248 n. 3 und Atanagildus, a. 877 1. c. 18, 315,
aber auch Aanoldis f., a. 1293. Planclier. Hist. gen. de ßourgogne
1, n. 58. In athan sehe ich aber nicht einen besonderen Wortstamm,
sondern das Wort athal mit n im Auslaute statt l.
Der Anlaut an- gestattet aber in vielen Namen noch andere
Erklärungen. Ich verweise hier nur auf Anricus (d. i. Heinricus III.)
a. 1046. Cartul. Sti Vict. n. 657; Anricus (comes), a. 1106 Ribeira
1, 30, ebenfalls —Heinricus 1. c. n. 33 a. 1111; Anovildis f., saec. 8.
Polypt. Irm. 103, 194 = Aginvildis zufolge des Namens ihrer Mutter,
Agedrudis, dann auf Annobertus (Senon. ep.), a. 640. Pard. n. 293;
Annigiselus (diae.) a. 615. 1. c. n. 230; Annemundus (Lugdun.ep.)
a. 653. 1. c. n. 324, in welchen Namen der Anlaut vielleicht = arnoist
oder durch altn. dn (mollestia; labor) erklärt werden kann. Wenn
es nur Zufall sein sollte, dass der Vater des Anagastus, a. 469. Joann.
Antioch. frg. Müller 4, 617, 206 Arnegisclus, der Vater des fränkischen
Majordomus Ancliis, sau;. 7. Paul, diac, 6, 23 Arinulf (Petri
biblioth. hist. Franc, abbrev. Perfz Mon. 1, 416,1) geheissen haben,
so will ich hier auf ihn wenigstens aufmerksam machen und zugleich
bemerken, dass im Cod. Lauresh. n. 1668, ssee. 8. Anwis neben der
1 ) Als dieser Name, wie sehr viele andere, nicht mehr verstanden war, wurde er
durch „Sine pecunia“ übersetzt. Vgl. Hugo Sine Pecunia, ssec. 12. Cart. Sti
Petri Carnot p. 33Ö n. 90.
2 ) ln den Trad. Corb. sind die auf e auslautenden Namen Frauennamen. Förstemann
hat mehrere derselben den Männernamen angereiht.