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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

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l'feiffer

Vt  fanitate  .  ■  ■  ludouuico  diq  ..  .
S.  1SG:
„Vt  ludouuicü  rege  ppetua  pfperitate  confervare  d.  d.“
II.  Litanei  S.  1Gb:
„Vt  ludouuicü  rege  ppetua  pfperitate  c.
„Vt  ei  uitam  et  felicitate  atque  uictoriü  donef  te  (=  te  rogamuf,
domine).
„Vt  regale  prole  “
Das  liier  cursiv  Gedruckte  ist  ausgekratzt  und,  zum  Theil
wenigstens,  von  neuerer  Hand  wieder  nacligescliriebcn,  doch  ist  das
Ursprüngliche  überall  noch  deutlich  zu  erkennen;  nur  auf  „prole“
folgt  eine  ganze  ausgekratzte,  mit  Dinte  breit  überstrichene  und
dadurch  unleserlich  gewordene  Zeile.
Auf  diese  Weise  in  den  Litaneien  des  jeweiligen  Herrschers
und  seiner  Angehörigen  zu  gedenken,  war  im  Mittelalter  wie  noch
jetzt  vielfach  Gebrauch.  Es  geschah  dies  tlieils  in  allgemeinen  Ausdrücken, ­
  theils  unter  besonderer  Nennung  des  Namens.  Von  beiden
Arten  gewährt  uns  die  schon  genannte  Wiener  Handschrift  Nr.  i8S8
Beispiele,  die  ich  um  so  lieber  hier  anführe,  weil  sie  das  Formelhafte
dieses  Gebrauches  bestätigen  helfen.
Bl.  20":
„Vt  regem  noftrum  cum  prole  confervare  dignerif.
Vt  eiif  uitam  et  fanitatem  atque  uictoriam  donef  te  rogamuf
audi  nof.
Vt  exercitui  chriftianorum  falutem  et  fanitatem  atque  uictoriam  donef
te  rogamuf.“
Bl.  109 a :
„Vt  Ottonem  regem  et  eiuf  exercitum  dominuf  conferuet.“
Bl.  11  ö b :
„Vt  rex  nofter  Otto  et  eiuf  exercituf  hinc  et  inde  feructur,  oramuf
Chrifte  audi  nof.“
Mit  Recht  hat  man  diese  Erwähnung  des  Königs  Otto  für  die
Zeitbestimmung  benützt  und  die  Entstehung  der  Handschrift  in  die
Zeit  Otto’s  I.  (93G—  962),  ungefähr  in  die  Mitte  des  10.  Jahrhunderts, ­
  gesetzt.  Die  Nennung  König  Ludwig’s  wird  uns  zu  demselben ­
  Zwecke  dienen.
Von  den  drei  deutschen  Königen  dieses  Namens  kann  Ludwig
das  Kind  (900—91  1)  hier  kaum  in  Betracht  kommen,  da  der
            
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