Die Kosenamen der Germanen.
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Uffo — Liudulfus, ssec. 9. Wigd. trad. Corh. 3S1;
Bugga 1 ) = Eadburgu I'. ssec. 8. Bonif. ep. 3 und 16 (Ed.
Würdtw.);
Die verkleinerten Namen:
Grimizo — Theudgrim (Lucens. ep.), a. 1014. Ughelli. Ital.
sacra 1 eol. 803 =);
Perduto = Albertus, a. 1116. Tirab. 2 n. 220;
Gezo = Madelgericus °) a. 908. Fatteschi n. 69;
Pezittus = Adelbertus (comes) a. 1039. Fatteschi n. 101 und
Prymr = Prymketill, nach Egilsson. Lex. 924: „Vita de Droplogidarum
de Ketile Thrumo s. Thrymketile“. Auch in der Niardvikingasaga
(Laxd. s. p. 364) wird ein Ketitt mit dem Beinamen
Prumr erwähnt und in der Anmerkung 2 bemerkt, dass sein Grossvater
Prymr zubenannt war. Ich vermuthe, dass dieser Manu nach
seinem (Irossvater Prymketill geheissen habe, jedoch liebkosend
bald Prymr, bald Ketill genannt worden sei. Später wurde die eine
der Verkürzungen irrig als Beiname aufgefasst, wie in Farn Burgundns
= Burgundafaro.
Endlich kann noch hier angereiht werden: Burrus, Barra
vel Finbarrus, Findbarrus, Findbarnus (St. Corcagiens. ep. in
Hibernia s. 7, vel. 11). AS. Sept. 27. Tom. 7, 142, falls der Name
germanisch ist. Aus den abweichenden Varianten ist aber die echte
Namensform nicht sicher zu bestimmen. Am wahrscheinlichsten ist
mir Barno — Findbarno, -barn jedoch = bearn, beorn. Vgl.
Bearnhard saw. 9. Liber vitae 42, 3; Osbearn a. 1073. Chron. Sax.
Wegen des Anlautes bleibt aber auch Finbeorn ssec. 12. Liber vitat
38. 2 zu berücksichtigen, falls hier nicht der Dental unterdrückt isl,
was im zwölften Jahrhundert als möglich betrachtet werden darf.
Namens Cynulf. Vgl. auch Offu (filia naturalis Landolfi Gastaldi Capuat) a. 707.
Gattola 1 p. 120. h.
■) Buy tja f., auch in Neer. Aug. maj. Fehr. 4. Dieser Name, dann die voranstellenden
Bcthta, Offa (Uffo) und die folgenden Grimizo, Perduto, Gezo, Pezittus finden ihre
Erklärung im Verlaufe der Ahhandlun}» und zwar dort, wo die betreffenden Veränderungen
der verkürzten Namen zur Sprache kommen.
2 ) „ Grimizum quem Tlieugrimum Tuccius appellat.“
’ 5 ) Ähnlich erweitert wie Madelger-icus sind Teudat-icus filius Arponi a. 807. Mitlarelli
1 n. 6: Ardrad-itivs (Cahilon. ep.) a. 900. Perard |». 56.