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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

Die  Kosenamen  der  (lennanen.

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Wieder  andere  Beinamen  sind  der  Thierwelt  eiitnoniinen,  so
l'örir  hundr  (Hund  d.  i.  ein  [den  Feinden]  gefährlicher  Mann)  Eyrb.
s.  c.  63;
bor&r  köttr  (Katze,  in  Gedichten:  Riese)  I.  c.  c.  36.
Und  wieder  zu  anderen  Gruppen  gehören  die  Beinamen  Ashjörn
humarljomi  (Steinschwert?)  Saga  OlafsTryggv.  3,  74;  Asbjörn  selsbnni
  (Seehundtödter)  1.  c.  3,  40;  Einar  pambarskelfir  (Schrecken
der  Fresser?)  1.  c.  39.
Diese  Namen  genügten  bei  dem  Sonderleben  des  Germanen  auf
seinem  freien  Besitzthum  auch  für  das  öffentliche  Leben,  und  zwar
ungefähr  bis  zum  Schlüsse  des  eilften  Jahrhunderts.  Und  wo  etwa
durch  engeres  Zusammenleben  vieler  das  Bedürfniss  nach  genauerer
Unterscheidung  des  Einzelnen  erwacht  war,  da  war  im  Laufe  dieser
Zeit  die  Zugabe  des  väterlichen  oder  mütterlichen  Namens,  des
letzteren  insbesondere,  wenn  der  Vater  nicht  mehr  am  Leben  war,
für  einen  solchen  Zweck  hinreichend.
Uber  diesen  Gebrauch,  dem  Eigennamen  den  Namen  des  Vaters
oder  der  Mutter  zu  näherer  Unterscheidung  zuzufügen,  belehren
folgende  Beispiele:
Amizo  filius  Rimperto;  Amelberto  tilius  Geriberto,  c.  a.  780.
Tirab.  2  n.  12;  Gumperto  filius  Umperti,  a.  903.  1.  c.  n.  64;
Willelmus  Uliarde  (filius),  a.  1093.  Cartul.  Sli  Petri  Carnot.
p.  370  n.  68;  Tetboldus  Adelesie,  a.  110t.  I.  e.  p.  309  n.  33;
Hallstein  l’orölfsson  c.  3;  Arnkell  son  l’orb/fi  c.  12  Eyrb.
s.  sajc.  10;
Ingilijörg  Asbjarnardottir  sa:c.  10.  Eyrb.  s.  c.  17;  Vfgdfs  Ingialdsdottir,
  ssec.  10.  Laxd.  s.  c.  11;
l’örtJr  Ingunarson  c.  78;  forgils  Höllvsou,  c.  37  Laxd.  s.
Hommo  Homminga;  Godefrid  Roorda;  Zialling  Ockinga:  Ubbo
Harmana;  Sicco  Liaucuma;  Feico  Botnia  saic.  11.  Ubbo  Emm.
1.  6  p.  99.
Verschieden  von  diesen  Namen  an  Form  wie  an  Inhalt  sind  die
jüngeren  Bildungen.  Aber  auch  sie  bieten  dem  Culturhistoriker  wie
dem  Sprachforscher  reichen  Stoff,  und  vielleicht  wird  es  mir  später
einmal  gestattet  sein,  meine  darauf  bezüglichen  Studien  der  Öffentlichkeit ­
  zu  übergeben.  Hier,  wo  nur  altgermanische  Namen  zur
Erörterung  gelangen,  halte  ich  für  geboten,  mich  auf  diese  zu  beschränken. ­


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