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Stark
Diese Namen wurden dem Kinde bald nach der Geburt gegeben.
Später, als Jüngling oder als Mann scheint jeder freie Germane einen
Zunamen erhalten zu haben.
Solche Zunamen sind uns, namentlich aus der Zeit, in der die
Quellen reichlicher fliessen, in grosser Zahl überliefert, ich will jedoch
nur einige wenige, die vom fünften bis zum dreizehnten Jahrhundert
reichen, hier mittheilen.
Feletheus sive Fevu (Rugierfürst), ssc. 5. Vita Sancti Severini
c. 30;
Gunthigis qui et Baza dicebatur, ssec. 5. Jorn. c. SO ;
Wistrimundus cognomento Tato (civis Turon.), ssec. 6. Greg.
Tur. 10, 29;
Baduila qui et Totila') dicebatur (Gothenkönig), ssec. 0. Hist,
misc. 16;
Sindulfus sive Landelinus (Viennens. archiep.), a. 636. Pardessus
n. 27S;
Siroba/dus sive Saxo, a. 667. Pard. n. 3S8;
Grimo qui et Adälgisas (Dagoberti I. nepos), ssec. 8. Hugonis
chron. Pertz Mon. 10, 338, 24;
Bighibertus qui et Maccio (diaeonus), a. 748; Cod. dipl.
Langob. 2 p. 326;
Bicbaldus sive Beno, a. 760. Neug. n. 27;
Der Ansicht Grimm’s, dass Totila ein Spottname sei und „Nase“ bedeute (Haupt,
Z. 6, 540), kann ich aus mehreren Gründen nicht beistimmen; hier will ich nur
den einen geltend machen, dass, wenn jene Annahme richtig wäre, die Namen
Zozlinä f. ssec. 9. Verbr. v. St. P. 40. 43 und angelsächsisch Totfritli ssec. 9. Liber
vitse 34, 2, aber auch Totta (masc.) saec. 9. I. c. 34, 3; Toti saec. 12—13. 1. c. 78,
3; altnord. Tüta (masc.) Fornmanna sögur, Vol. 6, 363, 1 ; althochdeutsch Zuazo
a. 837. Neug. n. 279; Zuozo a. 882. Urk. v. St. G. n. 617; Zozo saec. 9. Meichlb.
n. 680 durch ihre absonderliche, in althochdeutschen und angelsächsischen Namen
unerhörte Bedeutung als ganz abnorme Bildungen aus der Reihe der altgermanischen
Namen heraustreten würden. Dies aber einzuräumen, liegt durchaus kein
Grund vor. Totila und die anderen hier angeführten Namen erklären sich, im
Anschlüsse an die ehrenvolle Bedeutung der übrigen germanischen Namen , durch
„Pracht, Ruhm“ , und altnord, tütna (tumescere), angels. totjan (eminere), die
Grimm zur Unterstützung seiner Auflassung angeführt hat, zeugen neben angels.
ge-tot (pompa) wohl viel kräftiger für diese Erklärung als für jene durch „Nase“.
Ich zweifle aber nicht im geringsten, dass Grimm auf diese Deutung nicht verfallen
wäre, wenn er obige Namen gekannt hätte.