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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

Die  Pulslehre  Tschang-ki’s.

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Es  sagt  ferner:  Wenn  die  Nieren  abgeschnitten  sind,  erfolgt
der  Tod  in  vier  Tagen.
In  den  alten  Entscheidungen  heisst  es:  Der  Stein  einer  Wurfmaschine
  kommt  hart.  Sucht  man  ihn,  so  ist  er  sofort  zerstreut.  Er
schlägt  den  Finger  zerstreut  und  unordentlich  wie  eine  losgelassene
Schnur.  Dies  hat  genau  dieselbe  Bedeutung.
Der  Stein  ist  der  versunkene  Puls.
Wenn  der  Puls  des  Lebensloses  abgeschnitten  werden  wird,  ist
Tanzen  eines  Fisches,  Umhergeben  eines  Meerkrebses.  Es  kommt
gleich  einer  sprudelnden  Quelle,  es  kann  nicht  gezogen  und  aufgehalten ­
  werden.
(Erklärung.)  In  den  alten  Unterscheidungen  heisst  es:  Bei  dem
Tanzen  eines  Fisches  scheint  es,  als  ob  es  vorhanden  wäre,  es  scheint
auch,  als  ob  es  nicht  vorhanden  wäre.  Bei  dem  Umbergehen  eines
Meerkrebses  erfolgt  mitten  in  der  Ruhe  plötzlich  ein  Sprung.
Das  Buch  sagt:  Es  kommt  rasch  in  Aufwallungen  gleich  einer
sprudelnden  Quelle,  es  entfernt  sich  in  seiner  ganzen  Länge  gleich
einer  Senne,  die  abgeschnitten  worden.  Dies  sind  Pulse  des  Todes.

Bei  dem  Pulse  gibt  es  einen  entgegengesetzten  Engpass.  Die
Stelle,  wo  er  sich  bewegt,  ist  hinter  dem  Arme.  Er  entsteht  gesondert
aus  einem  in  der  Reihe  befindlichen  Durchbruch.  Er  gibt  kein  Zeichen
und  keine  Erspähung.
(Erklärung.)  Bei  dem  Pulse  des  entgegengesetzten  Engpasses
geht  die  Ader  nicht  zu  dem  Munde  des  Zolles.  Sie  tritt  bei  den  Fäden
des  in  der  Reihe  befindlichen  Durchbruches  heraus  und  mündet  hinter
dem  Arme  in  das  zu  der  Hand  gehörende  Licht  des  Urstolfes  des
Lichtes,  das  Gewebe  der  grossen  Gedärme.  Weil  er  nicht  regelmässig ­
  über  den  Engpass  hinaufgeht,  sagt  man:  ein  entgegengesetzter
Engpass.
Es  gibt  einen  entgegengesetzten  Engpass  an  einer  einzigen
Hand,  es  gibt  auch  einen  entgegengesetzten  Engpass  an  beiden
Händen.  Man  hat  dies  schon  im  Beginne  des  Lebens,  es  ist  kein
krankhafter  Puls.  Wenn  man  den  Kranken  die  Hand  seitwärts  emporrichten ­
  lässt  und  den  Puls  fühlt,  kann  man  es  bemerken.

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