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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

Die  Pulslehre  Tschang-ki’s.

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Begegnet  man  der  Häufigkeit  und  Grösse,  so  kommt  das  Feuer
und  bewältigt  das  Metall.  Es  ist  eine  verderbliche  und  Unrechte  Erscheinung. ­
  Deswegen  ist  die  Luft  beschädigt,  das  Blut  geht  verloren. ­

Geschwüre  der  Gedärme  sind  Vollheit.  Schlüpfrigkeit  und
Häufigkeit  sind  gegenseitig  angemessen.  Versunkenheit  und  Dünne
sind  Leere.  Die  Zeichen  sind  Vollheit,  der  Puls  ist  Leere,  die  Zeit  des
Todes  ist  im  Anzuge.

Wenn  ein  Weib  schwanger  ist,  so  schlägt  der  Urstoff  der
Finsterniss,  der  Urstoff  des  Lichtes  sondert  sich.  Der  kleine  Urstoff
der  Finsterniss  bewegt  sich  stark,  und  dann  ist  die  Frucht  bereits
geknüpft.  Ist  Schlüpfrigkeit,  Schnelligkeit  und  Zerstreutheit,  so  ist  es
gewiss  eine  Frucht  von  drei  Monaten.  Ist  unter  dem  Druck  keine
Zerstreuung,  so  lassen  sich  fünf  Monate  unterscheiden.  Zur  Linken
ist  es  ein  Knabe,  zur  Rechten  ist  es  ein  Mädchen.  Bei  der  Schwangerschaft ­
  ist  die  Brust  vorgesetzt.  Bei  einem  Mädchen  ist  der  Bauch
gleich  einer  Staubpfanne.  Bei  einem  Knaben  ist  der  Bauch  gleich
einem  Kessel.
(Erklärung.)  Dieser  Abschnitt  erläutert  den  Puls  der  Schwangerschaft ­
  bei  Krankheiten  der  Frauen.  Was  den  Ausdruck  betrifft:  „der
Urstoff  der  Finsterniss  schlägt,  der  Urstoff  des  Lichtes  sondert  sich“,
so  ist  der  Zoll  der  Urstoff  des  Lichtes,  der  Schuh  ist  der  Urstoff  der
Finsterniss.  Es  wird  gesagt:  der  Schuh,  der  Puls  des  Urstoflfes  der
Finsterniss,  schlägt  an  den  Finger,  indess  er  sich  bewegt.  Der  Zoll,
der  Puls  des  Urstoflfes  des  Lichtes,  schlägt  nicht  an  den  |Finger,
er  theilt  und  sondert  sich  offen.  Hieran  erkennt  man  die  Schwangerschaft. ­

Bisweilen  bewegt  sich  blos  an  der  Hand  der  kleine  Urstoff  der
Finsterniss,  der  Puls  des  Herzens,  und  zwar  stark.  Das  Herz  ist
nämlich  dem  Blute  vorgesetzt,  das  Blut  ist  der  Leibesfrucht  vorgesetzt. ­
  Deswegen  ist  die  Leibesfrucht  geknüpft  und  die  Bewegung
ist  stark.
Unter  Bewegung  versteht  man  eine  hin  und  wieder  gehende,
fliessende  und  scharfe  Bewegung,  verbunden  mit  Schlüpfrigkeit,
jedoch  keine  Hohlheit.  Bewegung  mit  Hohlheit  ist  die  Bewegung  der
Krankheit.
            
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