218
P f i z m a i e r
Bei Speise und Trank, Anstrengung und Ermüdung erstreckt
sich die Beobachtung auf den rechten Engpass. Wo Kraft vorhanden,
ist Tollheit. Wo keine Kraft, wird Leere bemerkt.
(Erklärung.) Die Krankheiten, welche nicht von aussen durch
die sechs Luftarten, von innen nicht durch die sieben Leidenschaften
entstehen, weder innerlich noch äusserlich sind, haben ihren
Grund in innerlicher Verletzung durch Speise und Trank, Anstrengung
und Ermüdung.
Speise und Trank verletzen den Magen, Anstrengung und Ermüdung
verletzen die Milz. Deswegen erstreckt sich die Beobachtung
auf den rechten Engpass.
Indem Speise und Trank die Gestalt verletzen, bewirken sie
einen Überfluss. Deswegen ist der Puls des rechten Engpasses
kräftig. Indem Anstrengung und Ermüdung die Luft verletzen, bewirken
sie etwas Unzureichendes. Desswegen ist der Puls des rechten
Engpasses kraftlos.
Bei den drei Pulsen <), welche in den hundert Krankheiten
ihren Grund haben, erörtert man nicht die Urstofle der Finsterniss
und des Lichtes a ), nicht ob sie schwimmend, versunken, zögernd,
häufig, schlüpfrig, rauh, gross, klein. Bei denjenigen, die kräftig sind,
besteht Vollheit. Bei denjenigen, die kraftlos sind, besteht Leere.
Das Buch sagt: Wenn man die Pulse von dem Urstofle des
Lichtes niederdrückt, so schlagen sie nicht. Wenn man die Pulse
von dem Urstofle der Finsterniss niederdrückt, so schlagen sie
stark. — Es fragt sich, ob dies hier gemeint ist.
Wenn man den Puls des Kranken fühlt, so ist er am frühen
Morgen ebenmässig. Es ist Leere, Ruhe und ein ruhiger Geist. Man
regelt den Atliem und untersucht genau.
(Erklärung.) Das Buch sagt: Gewöhnlich am frühen Morgen
hat sich die Luft des Urstofles der Finsterniss noch nicht in Bewegung
gesetzt, die Luft des Urstofles des Lichtes hat sich noch
D D. i. bei den liier erwähnten Zuständen und in Bezug auf die drei Pulse: Zoll,
Engpass, Schuh.
3 ) Wie oben angegeben worden, gehört der Zoll zu dem Urstofle des Lichtes, der
Schuh zu dem UrstofFe der Finsterniss.