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Pfeiffer
side, side, apicula,
iussit hoc sancta Maria,
commeatum non habes,
in silvam ne voles.
fac ne me defugias,
neve a me te expedias.
side multum placide,
dei nutum perfice.
Was J. Grimm, D. Myth. 1. Ausg. S. 026, von den Segensformeln
im allgemeinen sagt, dass sie neben dem Reime häufig noch
allitterieren, gilt auch von unserem Segen. Auf das formelhafte fridu
fröno lege ich kein Gewicht, aber in bind und inbdt, in hurolob,
habe, zi liolce, in uuirki und uuillon ist die absichtliche Allitteration
unverkennbar. Heidnisches dagegen, das sich selbst ursprünglich
christlichen Segensformeln beigemengt hat, ist hier nichts zu bemerken.
Im Gegentheil trägt der Spruch nicht nur durchaus christliches
, sondern kirchliches (klösterliches) Gepräge. Dies kann nicht
auffallen, denn obwohl die Bienen und zumal der zur Methbereitung
dienende Honig den germanischen Völkern von ältester Zeit her
bekannt waren, so ist doch die eigentliche Bienenzucht und Bienenwirthschaft
erst mit dem Christenthum aufgekommen und des Honigs,
und mehr noch des Wachses wegen, insbesondere von der Kirche
mit grosser Sorgfalt betrieben worden. Von ihr sind die Bienen-Segensformeln
ausgegangen und von ihr wurden sie vorzugsweise,
im eigenen Interesse, angewendet; dadurch blieben sie vor der Beimischung
volksthümlicher, heidnischer Elemente gesichert. Der vorliegende
Segen zeigt die deutlichen Merkmale kirchlicher Entstehung
und ich zweifle nicht, dass er in dem reichen und mächtigen Kloster
Lorsch selbst verfasst ist.
In Deutschland sind die Bienensegen seltener als man vermuthen
sollte; um so willkommener wird unser Fund sein. Noch im Jahre
1844 musste J. Grimm (D. Myth. 2. Ausg. S. 1190) bedauern, keinen
deutschen Bienensegen angetroffen zu haben. Seitdem sind aus dem
Volksmunde mehrere gesammelt und mitgetheilt worden. Sie gehören
alle Niederdeutschland an, darunter ist kein einziger von erheblichem
Werthe. In J. F. L. Woeste’s Volksüberlieferungen in der Grafschaft
Mark. Iserlohn 1848. S. 52. 53 finden sich folgende vier: