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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 52. Band, (Jahrgang 1866)

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P  f  i  z  in  a  i  e  r

Geheimniss  war,  bekannt  machte.  Die  Benennung  I-tsung  (ärztliches
Stammhaus),  die  in  Bezug  auf  Tschang-ki  in  der  kaiserlichen  Ausgabe ­
  seiner  Werke  gebraucht  wird.  kann  daher  in  keinem  anderen
Sinne  als  demjenigen  von  „Vater  der  Arzneikunde“  verstanden
werden.
Ausserdem  hinterliess  Tschang-ki  noch  zahlreiche  Schriften
aus  allen  Fächern  der  Arzneiwissenschaft,  wodurch  er  den  nachfolgenden ­
  Geschlechtsaltern  als  Muster  voranleuchtet.  Besonders  ist
es  die  oben  genannte  Pulslehre,  sowohl  die  allgemeine  als  die
specielle,  welche,  von  ihm  ausgearbeitet,  ganz  ungewöhnlichen
Scharfsinn  und  seltene  Beobachtungsgabe  bekundet.
Die  hier  mit  ihren  Erklärungen  mitgetheilte  allgemeine  Pulslehre ­
  zeigt,  was  Methode  und  Besultatc  der  Beobachtung  betrifft,
sehr  bedeutende  Abweichungen  von  der  unsrigen  und  unter  den  vorkommenden ­
  Aussprüchen  scheinen  viele  zu  kühn  oder  spitzfindig  zu
sein,  allein  hei  dem  Umstande,  dass  sic  von  allen  ärztlichen
Autoritäten  China's  anerkannt  werden,  dürfte  selbst  dasjenige,  was
unserer  Pulslehre  fremd  ist  oder  mit  derselben  nicht  übereinstimmt,
immerhin  Beachtung  verdienen.
Die  am  Schlüsse  heigefügte,  dem  Werke  Su-wen  entlehnte  Zeichnung ­
  wird  für  fehlerhaft  gehalten  und  entsprechend  berichtigt.  Diese
Berichtigungen  sind  jedoch  nicht  in  der  Zeichnung  selbst,  sondern  in
dem  auf  sie  folgenden  Texte  untergebracht  worden.  In  dieser  Hinsicht
ist  auch  die  in  der  Abhandlung:  „Die  Erklärung  einer  alten  chinesischen ­
  Semiotik“  nach  dieser  Zeichnung  in  einer  Note  hingestellte  Bemerkung, ­
  dass  der  „Schuh“  in  der  Richtung  des  Ringfingers  gelegen,
dahin  zu  berichtigen,  dass  sowohl  der  „Schuh“  als  der  „Zoll“  und
der  „Engpass“  in  der  Richtung  des  Zeigefingers  gelegen  sind.
            
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