P f i z m a i e r, Die Pulslelire Tschang-ki’s.
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Die Pulslehre Tschang-ki' s.
Von dem w. M. Dr. Aug. Pfizmaier.
Die Pulslelire Tscliang-ki's schliesst sich der unter dem Titel:
„Die Erklärung einer alten chinesischen Semiotik“ in den Sitzungsberichten
der philosophisch-historischen Classe veröffentlichten Abhandlung
unmittelbar an. Während diese von den aus der Farbe,
der Stimme und den aus Fragen im Allgemeinen sich ergehenden
Zeichen handelt, umfasst die gegenwärtige Abhandlung die aus dem
Pulse im Allgemeinen sich ergebenden Zeichen.
Verschieden von der hier behandelten allgemeinen Pulslelire ist
die specielle Pulslelire, welche in mehreren umfangreichen Büchern
die Beobachtungen des Pulses im gesunden und normalen Zustande
so wie bei einer Anzahl krankhafter Zustände und ausgesprochener
Krankheiten und zugleich die Andeutung der entsprechenden Behandlung
enthält.
Die Lehre von dem Pulse wurde, wie angenommen wird, zuerst
von Khi-hoang, einem Minister Hoang-ti’s, aufgestellt und später in
dem von Yang-sehang-schen verfassten Werke Su-wen (die einfachen
Fragen) weiter ausgeführt. Den Beobachtungen Khi-hoang’s
wird indessen Unvollständigkeit, denjenigen Yang-schang-schen’s Unzuverlässigkeit
zum Fehler gerechnet.
Zu den Zeiten der späteren Han veröffentlichte Tschang-lu sein
grosses und sehr gründliches Werk über die Erkältungskrankheiten,
bei welchem er insofern in neue Bahnen einlenkte, als er nebst den
Auseinandersetzungen über die Krankheiten auch die Behandlung
durch Heilmittel, welche vor ihm ein nur Wenigen anvertraute